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Eine schreckliche Motorsäge und Kunstblut an der Hausfassade

Polizei-Bilanz zur Halloween-Nacht

Eine schreckliche Motorsäge und Kunstblut an der Hausfassade

Die Kantonspolizei Zürich ist in der Nacht auf Donnerstag im Zusammenhang mit Halloween rund vierzig Mal ausgerückt. Es kam zu Sachbeschädigungen und Ruhestörungen.

Redaktion
Züriost
Donnerstag, 01. November 2018, 07:47 Uhr Polizei-Bilanz zur Halloween-Nacht
An Halloween musste die Polizei im Kanton bis zu 40 Mal ausrücken. Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar.
Symbolfoto: Keystone

In der Nacht auf Donnerstag kam es im ganzen Kanton zu Ruhestörungen und Sachbeschädigungen. Die Polizei rückte rund vierzig Mal aus. Am häufigsten waren es Fälle von mit Eiern beworfenen Fassaden, Fensterscheiben und fahrenden Autos, wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt. 

Zudem wurden Gegenstände wie Einkaufswagen, Abfallcontainer oder Baustellenmaterial auf die Strassen geschoben. In zwei Fällen wurden Abfalleimer in Brand gesteckt und an drei Orten Knallkörper gezündet. Ein Ausrücken der Feuerwehr war in keinem der Fälle nötig.

Schuss in der Stadt Zürich

Ein Jugendlicher erschreckte die Leute mit einer Motorsäge – allerdings ohne eingesetzte Kette. Weitere Jugendliche verfolgten Passanten mit Baseballschlägern oder verschmierten eine Fassade mit Kunstblut. Eine Sachschadenhöhe kann zurzeit nicht beziffert werden.

Der schwerste Vorfall geschah in der Stadt Zürich im Kreis 11: Mehrere Personen warfen Eier und Flaschen gegen eine Hausfassade und beschädigten so einen Rollladen sowie Gartenmöbel. Als der Bewohner die Täter zur Rede stellen wollte, wurde er von ihnen angegriffen, geschlagen und verletzt. Auch wurde er mit einer Pistole bedroht - einer der Täter gab gar einen Schuss in die Luft ab.

Die Täter flüchteten und der 20-jährige Hausbewohner musste vorübergehend im Spital gepflegt werden. Die Stadtpolizei konnte die Täter - drei im Kreis 11 wohnende 19- bis 20-jährige Männer - verhaften, wie es weiter heisst. Zudem fanden die Polizisten die mutmassliche Tatwaffe, eine Gasdruckpistole.

WC-Papier im Trend

In der Region ging es dagegen ruhiger zu und her. Die Kommunalpolizei Region Pfäffikon hat gestern Abend, mit Ausnahme von einigen Streichen wie etwa Eierwürfen an Hausfassaden, wenige Vorfälle festgestellt. Interessantes beobachten konnten die Polizisten dennoch. «Erstaunlicherweise kommt an Halloween vermehrt WC-Papier zum Einsatz, was sonst eher an Schulsilvester der Fall ist», sagt der stellvertretende Polizeichef Mario Käslin.

In Uster verlief der Halloween-Abend im Vergleich zu anderen Jahren verhältnismässig ruhig, wie Enis Feratovic, Dienstchef Fachdienste der Ustermer Polizei, auf Anfrage sagt.  «Wir haben einige Knallkörper und Eier bei Personenkontrollen sichergestellt», bilanziert er. Zudem habe es vereinzelt Vorfälle mit Rasierschaum und WC-Papier gegeben – «die üblichen Streiche», wie Feratovic sagt. Bisher seien zwei Anzeigen wegen Sachbeschädigung eingegangen.

Wetziker Schulhaus mit Eiern beworfen

Die Stadtpolizei Wetzikon musste gestern zwei Mal wegen Halloweenstreichen ausrücken. Das eine Mal, weil das Schulhaus mit Eiern beworfen wurde, das andere Mal, weil sich beim Coop eine Spur Kunstblut auf der Strasse befand. «Es war eine sehr, sehr ruhige Nacht», stellt der stellvertretende Polizeikommandant Mathias Meier fest.

Die Polizei habe im Vorfeld auch Präventionsarbeit geleistet. So hätte sie Ladenbesitzer etwa darauf aufmerksam gemacht, Jugendlichen und Kindern, die Eier erwerben wollten, diese nicht zu verkaufen, so Meier. Zudem seien Polizeipatrouillen unterwegs gewesen, die mit potenziellen Missetätern in Kontakt getreten seien.

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