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Stadtpolizei Uster transportiert 180 Velos ab

Sofortmassnahmen am Bahnhof Uster

Stadtpolizei Uster transportiert 180 Velos ab

Seit drei Monaten dürfen an der Veloabstellanlage Ost am Bahnhof Uster die Velos höchstens 48 Stunden lang parkiert werden. Die Polizei zieht nun eine erste Bilanz.

Jennifer
Furer
Sonntag, 16. September 2018, 13:06 Uhr Sofortmassnahmen am Bahnhof Uster

Die SBB führt bis Mitte 2019 Bauarbeiten am Bahnhof Uster durch. Unter anderem erhöht sie die Perrons, damit sie behindertengerecht sind. Deswegen wurde im Juni 2018 die erste Reihe der Veloständer entlang des Perrons 1 aufgehoben. «Da der Velopark Ost in unmittelbarer Nähe zum Perron 1 liegt und äusserst beliebt ist, haben die Stadt Uster und die SBB Massnahmen ergriffen, um den eingeschränkten Platzverhältnissen zu begegnen», heisst es in einer Mitteilung der Stadt Uster vom Freitag. 

«Dass der grösste Teil der im Juli abtransportierten Velos immer noch eingelagert ist, zeigt, dass diese Velos nicht vermisst werden und auch über einen längeren Zeitraum im Velopark Ost abgestellt waren»

Andreas Baumgartner, Kommandant der Stadtpolizei Uster

Bei der Bankstrasse sind Abstellplätze errichtet worden: provisorische für Velos, definitive für Motorräder. Für den Velopark Ost ist eine Parkzeitbeschränkung eingeführt worden. Seither dürfen die Velos nicht länger als 48 Stunden abgestellt werden. Die neue Regelung wird seit Juli 2018 von der Stadtpolizei Uster kontrolliert und durchgesetzt. «Ziel der Massnahme ist, dass die Veloabstellplätze denjenigen Velofahrern zur Verfügung stehen, die diese am häufigsten nutzen», heisst es weiter. Zudem werde dafür gesorgt, dass Motorräder keine Veloabstellplätze versperren.

Mehrheit der abtransportierten Velos wird nicht vermisst

Seit Beginn der zeitlichen Bewirtschaftung des Veloparks Ost habe der technische Dienst der Stadtpolizei Uster 645 Velos mit Etiketten markiert, die auf die neue Regelung hinweisen. Diese umfasse auch den kostenpflichtigen Abtransport des Velos, wenn die Parkzeitbeschränkung nicht eingehalten wird. 180 Velos wurden seither abtransportiert. Dabei stamme mehr als die Hälfte der eingesammelten Velos aus der ersten Räumung im Juli 2018. Zurzeit würden sich noch 123 Velos im Lager der Stadtpolizei befinden.

«Die Stadtpolizei zieht eine positive Zwischenbilanz»

«Dass der grösste Teil der im Juli abtransportierten Velos immer noch eingelagert ist, zeigt, dass diese Velos nicht vermisst werden und auch über einen längeren Zeitraum im Velopark Ost abgestellt waren», sagt Andreas Baumgartner, Kommandant der Stadtpolizei Uster. Bereits nach drei Monaten stelle man fest, dass deutlich weniger Velos abtransportiert werden müssten. Die Stadtpolizei ziehe eine positive Zwischenbilanz. 

Jene Velos, die innert Jahresfrist nicht abgeholt werden, will die Stadtpolizei versteigern. Dabei werde vor dem Verkauf nochmals überprüft, ob das Velo in der Zwischenzeit nach Anzeigeerstattung im Fahndungsregister ausgeschrieben worden ist. Wie künftig mit den provisorischen Veloabstellplätzen an der Bankstrasse verfahren werden soll, werde nun aufgrund des Zwischenfazits zwischen Stadt Uster und SBB geklärt. 

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