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ZHAW entwirft Ideen für ein smartes Quartier

Das Talgutquartier in Winterthur soll eine Vorbildfunktion einnehmen. Die ZHAW will, dass es sich im Quartier nach den anstehenden Sanierungsarbeiten möglichst lebenswert und gleichzeitig energieschonend wohnt.

Mike
Gadient
Mittwoch, 14. Dezember 2016, 14:28 Uhr

Energie sparen, Ressourcen schonen, soziale Kontakte fördern: Das sind Eckpfeiler für ein modernes Quartier, das in Winterthur entstehen soll. Forschende der ZHAW haben zusammen mit der Stadt und Baugenossenschaften den Leitfaden «Smarte Quartiere» verfasst.

Das Talgutquartier in Winterthur ist in die Jahre gekommen, aber bald soll es zukunftsweisend sein. Für die Genossenschaftssiedlungen im Quartier stehen Sanierungen an. Dann soll ein «smartes Quartier» daraus entstehen, wie die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) am Mittwoch mitteilte.

Autofrei, dafür mit E-Bike-Ladestation

«Smart» heisst in diesem Zusammenhang, dass Vermieter und Bewohner technologische Lösungen nutzen, um Energie zu sparen und Ressourcen zu schonen. Einen Katalog von zwanzig Ideen haben die ZHAW-Forscher nach einer Analyse des Talgutquartiers zusammengestellt.

Gemäss diesem Ideen-Katalog soll der Bereich weitgehend autofrei sein. Velos und Anhänger wären gemeinschaftlich nutzbar, aufgeladen würden sie an quartiereigenen E-Bike-Ladestationen. Arbeitsplätze stünden im Quartier zu Verfügung und würden ebenfalls geteilt.

Auch in anderen Stadtviertel möglich

Energie soll im Quartier produziert und auch dort verbraucht werden. Denkbar sind gemäss dem ZHAW-Ideen-Katalog gemeinsame Wind- und Photovoltaikanlagen oder Wärmeverbünde. Jeder Bewohner soll zudem dank intelligenten Stromzählern sehen können, wie viel Energie er gerade benötigt.

Der entstandene Leitfaden «Smarte Quartiere» soll nicht nur für das Talgutquartier angewendet werden, sondern dereinst auch andere Stadtviertel «smart» machen. (sda)

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