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Zeugen vergangener Zeiten

Museum Schaffen in Winterthur

Zeugen vergangener Zeiten

Winterthurer erzählen aus ihrem Arbeitsleben: Nach intensiven Vorbereitungen wurde am Samstag die Ausstellung «Zeit. Zeugen. Arbeit.» eröffnet.

Mike
Gadient
Sonntag, 06. Mai 2018, 12:06 Uhr Museum Schaffen in Winterthur

Das Museum Schaffen in Winterthur zeigt eine Ausstellung über den Wandel der Arbeit. Die Besucher treffen aber keine Objekte an, sondern Menschen, mit denen sie sich austauschen können. An der Vernissage am Samstag lauschten nahezu 200 Personen dem Stadtpräsidenten Michael Künzle (CVP), der betonte, dass es für die Stadt Winterthur wichtig sei, die kulturellen Werte der Vergangenheit zu bewahren.

Der Leiter des Museums, Stefano Mengarelli, vergass bei seiner Rede nicht, all die engagierten Menschen zu erwähnen, die zum Gelingen beitrugen.

Selbst ein Kunstobjekt

In der Halle vis-à-vis Zürcherstrasse 42 wird die Ausstellung «Zeit. Zeugen. Arbeit. Ein Ausstellungsparcours» gezeigt. Die hierfür nötige Infrastruktur wurde in den letzten sechs Wochen aufgebaut. Von 1918 bis in die 90er Jahre hinein wurden an demselben Ort Schweizer Lokomotiven montiert, sodass das Gebäude selbst als Kunstobjekt betrachtet werden kann. Heuer wird die geschichtsträchtige Halle hundert Jahre alt.

Und erneut wurde sie zum Raum des Schaffens erkoren. Einem Ort, wo einst Teile zusammengefügt wurden. Dieses Jahr treffen in ihr Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen – ebenso wie unterschiedliche Menschen. Denn im Mittelpunkt stehen weniger Objekte als Frauen und Männer, die in unterschiedlichen szenischen Räumen aus ihrem Leben und von ihren früheren und jetzigen Jobs erzählen.

Die Geschichten der rund dreissig Freiwilligen im Alter zwischen 24 und 86 Jahren zeigen auf, wie sich bestimmte Berufe veränderten oder verschwanden und wo es Brüche und Momente des Aufbruchs gab. Sei es Fügung oder Zufall: Einer von ihnen leitete früher in derselben Halle die Logistik der Lokomotivmontage. (zo)

Die Ausstellung läuft bis zum Sonntag, 16. September. Es finden diverse Events wie Museumskonzerte, Dia-Referate, Yoga-Kurse oder Lesungen statt.

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