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Winterthurer erringt dritten Platz

Fujimura Cup 2018

Winterthurer erringt dritten Platz

Benjamin Grimm vom Karate Club Shotokan Winterthur erkämpfte im 45. Fujimura-Cup einen dritten Platz. Er spricht über seine Fights sowie begangene Fehler und erzählt, wie er sich in Zukunft verbessern kann.

Freitag, 11. Mai 2018, 16:56 Uhr Fujimura Cup 2018

Im 45. Fujimara-Cup in Wettingen schaffte Benjamin Grimm vom Karate Club Shotokan Winterthur den Einzug ins Halbfinale. Der School-of-Engineering-Student aus Aadorf belegte den dritten Platz in der Kategorie Senior Herren Elite Kumite. Die Teilnehmer kamen aus Ländern wie etwa Frankreich, Deutschland, Italien, Tschechien und Ungarn.

Wie verlief Ihr erster Kampf im Cup?
Benjamin Grimm: Im ersten Kampf im Kumite (Anmerkung der Redaktion: Freikampfdisziplin des Karates) hatte ich einen Gegner aus Italien. Er konnte seine Techniken ausführen, doch die Schiedsrichter werteten seine Schläge als zu schwach. Deswegen bekam er keine Punkte. Griff ich an, wich er zurück. Eine Zeit lang konnte ich so auch keine Punkte erzielen.

Wie reagierten Sie taktisch?
Mein Coach Stefan Schönenberger gab mir einen Tipp. Der Gegner verliess beim Zurückweichen oft die Kampffläche. Dafür wurde er verwarnt. Ich kontrollierte den Kampf und drängte ihn wiederholt aus der Kampfzone. So konnte ich den Sieg erringen.

Der zweite Kampf ging in die Verlängerung. Wie konnten Sie ihn für sich entscheiden?
Der zweite Kampf war schon schwieriger. Der Kontrahent kämpfte sehr vorsichtig. Mir fehlte die Lockerheit, schnelle Techniken auszuführen. Nach der offiziellen Kampfzeit hatte noch keiner von uns einen Punkt erhalten. Auch während der zusätzlichen Kampfzeit war es keinem von uns beiden möglich, eine Wertung zu erzielen.

Wieso kamen Sie ins Halbfinale und nicht er?
Ein Schiedsrichterentscheid musste fallen. Der Sieg wurde mir zugesprochen, da mein Gegner einmal die Kampffläche verlassen hatte.

Im Semifinale kämpften Sie gegen einen schnellen Fighter?
Im Halbfinale musste ich gegen den Sieger des Fujimura-Cups antreten. Dieser bewegte sich sehr schnell. Kurz nach Beginn des Kampfes war es ihm möglich, eine Kombination anzubringen, die er mit einem Fusstritt zum Kopf beendete. Dafür erhielt er einen Ippon (einen vollen Punkt), mit dem er den Kampf für sich entschied.

Was war rückblickend betrachtet Ihr Fehler?
Mein letzter Kampf im Cup galt im Voraus als anspruchsvoll. Der Gegner ist als schneller Kämpfer bekannt. Während des Kampfes machte ich den Fehler, die Kampfdistanz gering zu halten. Ich griff nicht an, mein Gegner nutzte seine Möglichkeit.

Sie sind 23 Jahre alt. Wie können Sie sich in Zukunft verbessern?
Technisch habe ich eine solide Basis, die ich im Kampf oft nicht abrufen kann, weil ich etwas verkrampft bin. Dann kann ich die Techniken nicht mit der nötigen Geschwindigkeit ausführen. Teilweise mache ich Ausholbewegungen, die dem Gegner meine Attacken verraten.

Was nehmen Sie nach dem Cup mit?
Ich ziehe ein positives Fazit, da es mein bis jetzt bestes Ergebnis an dem jährlich stattfinden Fujimura-Cup war. In Zukunft sollte ich versuchen, lockerer zu kämpfen. Dann kann ich die Techniken auch schneller ausführen.

Auch die Nachwuchskämpfer vom Karate Club Shotokan Winterthur nahmen am Fujimura-Cup teil: Für Arben Mustafi und Lars Friese war es der erste Einsatz gegen internationale Konkurrenz. Trotzdem schaffte es Arben Mustafi in die zweite Runde, wo er auf einen der beiden Finalisten traf. Die Stärken des 15-Jährigen liegen im Kata – dem stilisierten Kämpfen des Karate. «Ich werde weiterhin viel trainieren, um nächstes Mal besser abzuschneiden», so Mustafi. Sein Ziel sei es, beim nächsten Turnier eine Medaille oder einen Pokal zu holen.

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