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Winterthurer Basketballerinnen stehen im Cup-Final

Winterthurer Basketballerinnen stehen im Cup-Final

Das Cup-Abenteuer geht weiter. Die NLA-Basketballerinnen des BC Winterthur besiegten im Cup-Halbfinal in der eigenen Halle Pully 59:56. Damit stehen die Winterthurerinnen als erstes deutschschweizer Team seit elf Jahren im Endspiel. Der Final findet am 8. April in Genf statt.

Michael
Hotz
Samstag, 25. Februar 2017, 23:05 Uhr

Kurz vor dem Schlusspfiff hielten es die Zuschauer nicht mehr auf ihren Sitzen aus. Die NLA-Frauen des Basketballclubs Winterthur führten am Samstagabend zuhause im Cup-Halbfinal gegen Espérance Sportive Pully mit drei Punkten, als 28,4 Sekunden vor Spielende BCW-Trainer Daniel Rasljic nochmals ein Time-out nahm, um seine Spielerinnen zu beruhigen.

Angefeuert vom Speaker erhoben sich die Winterthurer Anhänger in der Rennweghalle, klatschten im Rhythmus und gaben zur Unterstützung der Eulachstädter Basketballerinnen Anfeuerungsrufe von sich. Unter dem begeisterten Publikum waren auch einige prominente Gäste wie FDP-Stadträtin Barbara Günthard-Maier, Bauvorsteher Josef Lisibach (SVP) und EDU-Gemeinderat Zeno Dähler.

Die Geschlossenheit als Schlüssel zum Erfolg

Am Ende nützte die lautstarke Unterstützung der Fans. Der BC Winterthur brachte die Führung über die Zeit und besiegte in einer Herzschlag-Partie Pully 59:56. BCW-Coach Daniel Rasljic hob als entscheidender Faktor für den Triumph die Geschlossenheit seines Teams hervor: «Meine Spielerinnen stehen alle füreinander ein. Es war letztlich ein Teamerfolg.» Mit diesem Sieg sehe man, was in einem Teamsport alles möglich sei.

Der Erfolg des BCW war am Ende verdient. Über einen Grossteil des Spiels lagen die Winterthurerinnen in Front. Gleich zu Beginn der Partie legten sie einen Blitzstart hin und erspielten sich schnell ein 9:2. Ganz wegziehen konnte der BC Winterthur jedoch nicht. Mit einer 28:24-Führung ging es in die Halbzeitpause.

Angst vor dem Sieg bekommen

Im dritten Viertel schienen sich die Winterthurerinnen einen vorentscheidenden Vorsprung herausgespielt zu haben. Mit sieben Punkten Differenz (44:37) gingen sie in den letzten Abschnitt, zudem sass Pullys Topskorerin Asia Logan angeschlagen auf der Ersatzbank. Doch der BCW liess die Waadtländerinnen nochmals herankommen. 2 Minuten und 14 Sekunden vor dem Ende stand es 54:54 unentschieden. «Wir haben kurz Angst vor dem Siegen bekommen», beurteilte Daniel Rasljic diese eher schwächere Phase seines Teams.

Eine entfesselte Sarah Halejian brachte die Entscheidung

Dass zum Schluss doch die Winterthurerinnen als Siegerinnen vom Platz gingen, lag an der Ausnahmekönnerin im Dienst des BCW. Eine entfesselte Sarah Halejian steuerte die letzten entscheidenden Punkte zum Einzug ins Endspiel bei.

«Diese Einzelleistung von Sarah haben wir gebraucht. Sie ist einfach einzigartig», frohlockte der BCW-Trainer, der mit diesem Sieg einen für ihn sehr anstrengenden Tag erfolgreich beenden konnte. Daniel Rasljic weilte am Samstagnachmittag in Luzern, wo die NLA-Herren gegen Swiss Central Basketball 52:68 verloren.

Dass die BCW-Frauen im Gegensatz zu den Herren zuvor gewinnen konnten, war neben der überragenden Sarah Halejian auch der Verdienst zweier weiteren starken Akteurinnen. Miriam Baumann sorgte unter dem eigenen Korb immer wieder für wichtige Ballgewinne und holte einige Freiwürfe heraus. Captain Cinzia Tomezzoli überzeugte mit ihrem Kampfgeist, der sich auf das ganze Team übertrug.

Der BCW hat jetzt schon Historisches geschafft

Nun geht das Cup-Abenteuer für den BC Winterthur am 8. April weiter. Im Final trifft das Team von Daniel Rasljic in Genf auf BCF Elfic Fribourg. Die Freiburgerinnen gewannen die andere Halbfinal-Begegnung klar 76:46 gegen Genève Elite Basket. Egal, wie das Endspiel am Ende ausgeht, die Winterthurerinnen haben schon jetzt Historisches erreicht. Der BCW steht als erstes Deutschschweizer Team seit elf Jahren im Final.

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