×

Von psychedelischem Folk bis Funk

«Züriost-Soundcheck» mit Freelancer

Von psychedelischem Folk bis Funk

Die Winterthurer Band Freelancer beschreibt ihre Musik «wie einen Sonnenaufgang am Strand, in den ein kleiner Delfin hineinspringt». Über ihre Musik, Eisbären und die beste Konzertlocation sprechen die Bandmitglieder im «Züriost-Soundcheck».

Lennart
Langer
Mittwoch, 06. Juni 2018, 06:10 Uhr «Züriost-Soundcheck» mit Freelancer
Jana, Fabian und Savannah von Freelancer im «Züriost-Soundcheck». (Video: Chiara Coniglio/Lennart Langer)

«Ich sass auf einem Baum. Von rechts und von links hörte ich eine wunderschöne Melodie», so beschreibt Fabian Moor die Anfänge der Winterthurer Band Freelancer. So verträumt wie diese Beschreibung ist auch die Musik der Band. Von links hörte Moor die verzaubernde Stimme von Jana Rüedi, von rechts die Klänge der Geige von Savannah Childers. Zusammen mit zwei weiteren Musikern bildet das Trio seit Ende 2017 die Band Freelancer.

Die Musik der Band ist nicht einfach einzuordnen. Dies liegt einerseits an den unterschiedlichen Songstilen, die sich von psychedelischem Folk bis Funk erstrecken, andererseits an der wechselnden Bandbesetzung. Je nach Verfügbarkeit der Bandmitglieder würden sie ihr Set anpassen, erklärt Fabian Moor. Erst kürzlich hätten sie beispielsweise ein sehr rockiges Konzert gespielt, da sie in einer reinen Männerbesetzung aufgetreten sind.

Musik als Entwicklungsprozess

«Embryo» heisst das neue Album, das Freelancer kürzlich veröffentlicht haben. Es ist Teil eines langfristigen Projekts, das Fabian Moor verfolgt. Sein letztes Album, das er 2013 im Rahmen seiner Maturaarbeit und noch unter seinem Solonamen «The Fab» produzierte, trug den Titel «Defloration». Auch der Name des nächsten Albums steht für Moor bereits fest. Der Winterthurer sieht sich in einem stetigen Entwicklungsprozess, der in den Alben widerspiegelt wird.

Seit seiner Matura hat sich Moor komplett der Musik verschrieben. Neben seiner eigenen Band betreut er als Promoter weitere Künstler. Gleichzeitig mit Freelancer hat er zudem Fabbl TV lanciert. Das Projekt mit zugehörigem YouTube-Kanal soll Künstlerinnen und Künstlern aus allen Genres, die «ihr Leben für die Kunst aufopfern», eine Plattform bieten. Zuletzt gelang Moor der seltene Coup, ein englischsprachiges Interview mit dem ukrainischen Gitarrenvirtuosen Estas Tonne zu führen.

 

Ab 2020 als Strassenmusiker

Auch fernere Zukunftspläne hat Fabian Moor bereits geschmiedet. Spätestens ab 2020 möchte er als Strassenmusiker durch die Gegend reisen. Ob seine derzeitigen Bandmitglieder ihn begleiten werden, ist noch offen. «Ab und zu bestimmt», sagt Jana Rüedi. Doch die Bülacherin absolviert ein Physiotherapiestudium und möchte ihre Ausbildung nicht vernachlässigen. Genauso sieht es Savannah Childers, die im amerkanischen Oklahoma geboren wurde und in der Schweiz aufgewachsen ist. Sie möchte sich neben der Musik zur Geigenbauerin ausbilden lassen. Vorderhand werden Freelancer ihr Publikum aber weiterhin gemeinsam in ihren Bann ziehen – so etwa Mitte Juni bei zwei Auftritten in Winterthur.

Mehr Infos zu Freelancer gibt es hier

Kommentar schreiben

Kommentar senden