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Über 1000 Winterthurer Köpfe dank Stadthelm.ch geschützt

Erfolgreiche Aktion

Über 1000 Winterthurer Köpfe dank Stadthelm.ch geschützt

Bereits 1000 spezielle Winterthurer Velohelme sind auf den Strassen unterwegs. Mit einer Checkübergabe an Fragile Suisse wurde am Montag der Erfolg der Aktion Stadthelm.ch gefeiert.

Annalena
Schmid
Dienstag, 27. März 2018, 16:52 Uhr Erfolgreiche Aktion

Die Zahl der Unfälle mit E-Bikes hat auch in der Velostadt Winterthur gegenüber dem Vorjahr markant zugenommen. «Jeder Unfall ist einer zu viel», sagt die FDP-Stadträtin Barbara Günthard-Maier. Diese Tendenz dürfe nicht weitergehen. Repressiv und präventiv wolle die Stadt dem entgegenwirken.

So lancierte das Departement Sicherheit und Umwelt der Stadt Winterthur, zusammen mit Winterthurer Velofachgeschäften und dem Helmhersteller Abus, die Aktion Stadthelm.ch. Die Kampagne für freiwilliges Helmtragen läuft seit rund zwei Jahren und das mit grossem Erfolg. Mit Aufklärungsarbeit und einem eleganten Winterthurer Velohelm, der in allen Fachgeschäften der Stadt zu kaufen ist, soll dazu ermuntert werden, auch auf kurzen Strecken einen Kopfschutz zu tragen.

«Im Sport tragen 99 Prozent einen Kopfschutz. Ich hoffe, dass durch die Aktion auch im Stadtverkehr mehr Leute dazu motiviert werden, ihren Kopf zu schützen.» 

Peter Jiricek, Winterthurer Radball-Weltmeister

Gemeinsam mit den beiden Kampagnenbotschaftern Barbara Günthard-Maier, Vorsteherin des Departements Sicherheit und Umwelt, und Peter Jiricek, Radball-Weltmeister, wurde der Verkauf des 1000. Stadthelms in Winterthur gefeiert. Damit hat die Stadt Vorbildcharakter. Auch in weiteren Schweizer Städten soll an die positive Bilanz in Winterthur angeknüpft werden.

Unterstützung für Unfallopfer

Mit der Aktion schützt sich der Radfahrer nicht nur selbst, sondern unterstützt auch Unfallopfer. Denn für jeden verkauften Stadthelm erhält Fragile Suisse fünf Franken. Die Vereinigung für Menschen mit Hirnverletzungen und deren Angehörige konnte so eine Summe von 12 000 Franken sammeln. Den Betrag setzt Fragile Suisse für ihren Nothilfefonds ein. Mit diesem unterstützen sie Menschen mit Hirnverletzungen, die in knappen finanziellen Verhältnissen leben. «Mit kleineren Beiträgen möchten wir die Betroffenen unterstützen», erklärt Martin Rosenfeld, Geschäftsführer von Fragile Suisse. «Die Folgen von Hirnverletzungen sind leider vielen unbekannt. Wir möchten aufklären und sensibilisieren.»

«Mit dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sollen Gefahren abgebaut werden.»

Barbara Günthard-Maier, FDP-Stadträtin

Vorbildfunktion einnehmen

Der mehrfache Schweizermeister und Weltmeister im Radball, Peter Jiricek, ist sich bewusst, wie wichtig das schützende Accessoire ist. «Als Familienvater trage ich eine Vorbildfunktion. Auch wenn es nur kurze Strecken sind, soll ein Helm aufgesetzt werden.» Gerade in der Stadt seien viele zu bequem, um sich mit einem Helm zu schützen. «Im Sport tragen 99 Prozent einen Kopfschutz. Ich hoffe, dass durch die Aktion auch im Stadtverkehr mehr Leute dazu motiviert werden, ihren Kopf zu schützen.» 

Gefahren im Veloverkehr

Als Vorsteherin des Departements Sicherheit und Umwelt der Stadt Winterthur sprach Barbara Günthard-Maier die Sicherheit im Winterthurer Veloverkehr an. Sie selbst sei täglich mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs und wisse, welche Situationen zu Unfällen führen können: «Wenn die nötige Aufmerksamkeit fehlt, wird es gefährlich. Teilen sich verschiedene Verkehrsteilnehmer einen kleinen Raum, birgt auch das ein Risiko.» Die Stadt wolle deshalb mit baulichen Massnahmen Automobilisten von Velofahrern und Fussgängern trennen. «Mit dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sollen Gefahren abgebaut werden», erklärt die FDP-Stadträtin.
 

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