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Partei lehnt Personalaufbau ab

SVP Winterthur kritisiert Sozialhilfe-Studie

Die SVP übt Kritik an der ZHAW-Studie zur Sozialhilfe, die am Mittwoch präsentiert wurde. Die Partei lehnt den vom Winterthurer Stadtrat beantragten Personalausbau bei den Sozialarbeitern ab.

Michael
Hotz
Mittwoch, 08. November 2017, 17:13 Uhr Partei lehnt Personalaufbau ab
Die SVP stellt sich gegen den Personalausbau bei den Sozialarbeitern der Stadt Winterthur. (Bild: Archiv)

Die Stadt Winterthur stellte am Mittwoch die Ergebnisse einer ZHAW-Studie vor, die sich mit den Sozialhilfekosten auseinandersetzte. Die Fallaststudie kommt zum Schluss: Sind die Sozialarbeiter mit weniger Fällen betreut, bleibt ihnen mehr Zeit für eine intensive Betreuung der Klienten. Dadurch können sich Menschen gemäss Studie schneller von der Sozialhilfe lösen, was tiefere Kosten bewirkt. Deshalb beantragt der Stadtrat dem Parlament, mehr Sozialarbeiter einzustellen.

«Voodoo-Economics funktionieren nur auf dem Papier»

Die SVP Winterthur kritisiert nun diese Ergebnisse. «Es klingt zu schön, um wahr zu sein: Geld ausgeben um Geld zu sparen. Doch solche Voodoo-Economics funktionieren nur auf dem Papier», schreibt die Partei in einer Mitteilung.  Weil die Befunde statistisch nicht signifikant sind, würden sie auch nicht für schnelle politische Lösungen dienen. Die SVP kämpfte deshalb gegen diesen Bürokratie- und Personalausbau und lehne den Stadtratsantrag ab.

Kritik muss sich auch das Sozialdepartement von der SVP gefallen lassen. Das Departement beantrage einen massiven Ausbau von Stellen, die «noch nicht mal ordentlich budgetiert wurden, sondern per Schnellschuss im Novemberbrief nachgereicht werden». Eine solide und verlässliche Führung und Planung sehe anders aus.

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