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Schulkinder singen Schweizer Klassiker in neuem Gewand

Familienkonzert vom Musikkollegium Winterthur

Schulkinder singen Schweizer Klassiker in neuem Gewand

In ihrem aktuellen Projekt locken das Musikkollegium Winterthur und der Komponist Fabian Künzli mit Schweizer Klassikern in neuem Gewand. 900 Schulkinder haben die
Gelegenheit, zusammen mit einem professionellen Orchester und dem Jugendchor Songs von Mani Matter und Patent Ochsner zu präsentieren.

Annalena
Schmid
Mittwoch, 16. Mai 2018, 16:30 Uhr Familienkonzert vom Musikkollegium Winterthur

des Musikkollegiums Winterthur wird jeder aufgefordert, mitzusingen. Im Familienkonzert «Sing mit uns!» am Samstag, 26. Mai, präsentieren die Jugendchöre des Konservatoriums Winterthur zusammen mit dem Orchester des Musikkollegium Winterthur bekannte Schweizer Lieder aus allen Zeiten und Landesteilen. Einen Tag zuvor bekommen 900 Schulkinder die Gelegenheit, mit professionellen Musikern aufzutreten. 

Erlebnis mit Berufsorchester

Mit dem Mitsingprojekt möchte das Musikkollegium Winterthur den Schulklassen die Möglichkeit bieten, zusammen mit einem Berufsorchester und dem Jugendchor aufzutreten. «Die Kinder erhalten so einen ersten Einblick in die professionelle Erarbeitung eines Konzerts», erzählt der Komponist Fabian Künzli. Die Schulklassen bekamen im Vorfeld die Lieder, um sie mit ihren Lehrpersonen einzuüben. Auch Christoph Bachmann, Leiter des Kinder- und Jugendchors am Konservatorium, wird die Schulklassen besuchen und mit ihnen an den Stücken arbeiten.

«Sing mit uns!», Konzert zum Mitsingen am Samstag, 26. Mai, im Stadthaus Winterthur, Einsingen fürs Publikum um 16 Uhr, Beginn um 17 Uhr,  
Tickets und Infos: www.musikkollegium.ch

«Der Bühnenrand wird bewusst ausgeweitet», so Fabian Künzli. Zusammen mit Christoph Bachmann habe er die Lieder ausgesucht und danach neu arrangiert. «Wir haben Lieder mit einem gewissen Bekanntheitsgrad ausgewählt, damit die Kinder einen Bezug dazu haben.» Dabei bilden traditionelle Volkslieder den ersten Teil, Stücke von Liedermachern wie Mani Matter oder Linard Bardill sind ein weiterer Bestandteil und letztlich dürfen moderne Songs von Musikgruppen wie Patent Ochsner nicht fehlen. 

Neues und Bekanntes

Fabian Künzli hat aus der Auswahl ein zusammenhängendes Konzertprogramm arrangiert, das er mit Eigenkompositionen ergänzt. Die Klassiker in ein neues Gewand zu kleiden, dass sei eine spannende Herausforderung. «Es braucht die richtige Mischung zwischen Neuem und Altem», so der 33-jährige Komponist. 
Eine der grössten Schwierigkeiten war dabei die Besetzung der Lieder passend zu gestalten. «Wenn ein Stück von Mani Matter plötzlich von einem grossen Orchester begleitet wird, bekommt das ein ganz anderer Ausdruck», erzählt Fabian Künzli. «Zum Teil werden ganze Passagen neu interpretiert, manchmal fügte ich auch nur subtile Änderungen an.»

«Der Bühnenrand wird bewusst ausgeweitet.»

Fabian Künzli, Komponist

So ziehe sich auch im Konzertprogramm der Grundgedanke des Projekts durch: eine vielseitige Auswahl, die für jeden etwas dabei hat. «Es ist völlig in Ordnung, wenn nicht allen jedes Stück gefällt.» Denn genauso vielfältig wie das Programm sind auch die beteiligten Schulklassen. Kinder in den Altersstufen vom Kindergarten bis und mit der Mittelstufe werden gemeinsam singen. Darunter auch 59 Kinder der Maurerschule, einer Sonderschule für cerebral gelähmte Kinder. 

Publikum herausgefordert

Am öffentlichen Konzert vom 26. Mai wird dann auch das Publikum involviert. Dieses wird einen Teil des Chors, der Saal wird zur Bühne. Die Noten der Lieder stehen zum Downloaden und Einüben auf der Website des Musikkollegiums bereit. «Das Publikum wird nicht nur passiv zuhören, sondern mit ihrer Stimme die Chöre unterstützen», verrät Fabian Künzli.

Zur Vorbereitung können Interessierte eine Stunde vor Konzertbeginn zusammen mit den Chören unter der Leitung der Dirigentin Corinna Niemeyer ihre Stimmbänder aufwärmen und die Lieder ein erstes Mal gemeinsam üben. «Wenn man selbst einen Teil des Projekts ist, empfindet man das Erlebnis viel intensiver», meint Fabian Künzli. Dadurch soll die Lust am Musizieren und Singen gefördert werden.Annalena Schmid

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