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Abassia Rahmani ist Winterthurer Sportlerin des Jahres

Abassia Rahmani ist Winterthurer Sportlerin des Jahres

Abassia Rahmani wurde am Donnerstagabend im Casinotheater zur Winterthurer Sportlerin des Jahres gekürt. Die unterschenkelamputierte Sprinterin aus Wila gewann 2016 an der EM Bronze. Auch die zweite Auszeichnung ging Richtung LV Winterthur.

Michael
Hotz
Donnerstag, 02. März 2017, 22:13 Uhr
Abassia Rahmani ist frischgebackene Winterthurer Sportlerin des Jahres. (Bild: Talina Steinmetz)

Die Winterthurer Sportgemeinschaft traf sich am Donnerstagabend wieder im Casinotheater. Dabei zeichneten der Stadtrat und der Panathlon-Club Winterthur die erfolgreichsten Eulachstädter Sportler des Jahres 2016 aus.

Insgesamt 209 Athletinnen und Athleten wurden mit einem Gutschein der Jungen Altstadt und einem Händedruck von Sportvorsteher Stefan Fritschi (FDP) geehrt – darunter waren 24 Teams und 34 Einzelsportler.

Voraussetzung für eine solche Auszeichnung war mindestens ein dritter Platz an nationalen oder internationalen Meisterschaften in der Elite- oder der höchsten Juniorenkategorie.

Erster Sieg einer Paralympic-Sportlerin

Der wichtigste Titel als Winterthurer Sportlerin des Jahres ging an Abassia Rahmani. Die 24-jährige Leichtathletin aus Wila ist damit die erste Paralympic-Teilnehmerin, die diese Auszeichnung erhielt. Erst seit 2014 trainiert sie Leichtathletik.

In den Fokus gerückt ist die unterschenkelamputierte Sportlerin vor allem dank dem vierten Platz an den Paralympics in Rio. Damals verpasste die Sprinterin der Leichtathletik-Vereinigung Winterthur über 200 Meter nur ganz knapp eine Medaille. Die Nomination zur Sportlerin des Jahres erlief sich Abassia Rahmani aber an den Europameisterschaften im italienischen Grosseto, wo sie die Bronzemedaille über 100 Meter gewann.

Die schnellste Schweizerin auf Beinprothesen reist nun mit zwei Ehrentiteln an die Weltmeisterschaften in London: Die frischgebackene Winterthurer Sportlerin des Jahres wurde jüngst von Swiss Olympic als Newcomerin des Jahres ausgezeichnet.

Grosse Verdienste für die LV Winterthur geehrt

Die Sportförderer-Auszeichnung erhielt Monika Moser. Sehr zur Freude von ihrem Bruder, Jürg Stahl. Der Nationalratspräsident weilte ebenfalls unter den zahlreichen Gästen. Monika Moser hat sich diese Auszeichnung dank ihrer langjährigen Trainertätigkeit bei der LV Winterthur verdient.

Die Liebe zum Sport gab sie zusammen mit ihrem Ehemann und ehemaligen Zehnkämpfer Severin Moser auch an die beiden Töchter weiter. Angelica Moser nahm als Stabhochspringerin 2016 an den Olympischen Spielen in Brasilien teil. Die ältere Schwester Jasmine gewann im vergangenen Jahr die Silbermedaille an den Schweizer Meisterschaften im Stabhochsprung.

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