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FCW verdient am Akanji-Wechsel gut mit

Kolportierte 1,6 Millionen Franken

FCW verdient am Akanji-Wechsel gut mit

Der Wechsel von Manuel Akanji zu Borussia Dortmund ist für den FC Winterthur ein Glücksfall. Der Klub besitzt eine Transferbeteiligung und erhält eine Ausbildungsentschädigung. Die Rede ist von rund 1,6 Millionen Franken, mit der man beim FCW in einer ersten Tranche rechnen kann.

Michael
Hotz
Freitag, 19. Januar 2018, 13:05 Uhr Kolportierte 1,6 Millionen Franken

Der FC Winterthur ist schweizweit für seine ausgezeichnete Nachwuchsabteilung bekannt. Nicht umsonst laufen bei den Spielen der Nationalmannschaft meistens mehrere Akteure auf, die eine Vergangenheit auf der Schützenwiese haben. Dass sich die FCW-Philosophie auch finanziell lohnen kann, zeigt das jüngste Beispiel Manuel Akanji.

Der 22-jährige Wiesendanger, der ab dem Alter von zwölf Jahren bis 2015 für den FC Winterthur gekickt hatte, wechselte jüngst vom FC Basel zu Borussia Dortmund. Die gehandelte Ablösesumme von 21,5 Millionen Euro macht den ehemaligen FCW-Akteur zum zweitteuersten Transfer eines Super-League-Spielers und zum teuersten Schweizer Verteidiger.

Transferbeteiligung und Ausbildungsentschädigung

Auf deutsches Geld darf sich auch der FC Winterthur freuen. «Wir haben beim Wechsel von Manuel Akanji zum FC Basel eine Beteiligung an einem künftigen Transfer im Vertrag festlegen lassen», bestätigt Andreas Mösli. Die genaue Höhe will der FCW-Geschäftsführer nicht preisgeben, weil mit dem FCB damals Stillschweigen darüber vereinbart worden ist. Die in den Medien gehandelten drei Prozent beschreibt Andreas Mösli als «nicht gross falsch».

Dazu hat der hiesige Verein Anspruch auf einen Teil der Ausbildungsentschädigung und der sogenannten Solidaritätszahlung. Diese beträgt gesamthaft fünf Prozent der Transfersumme und wird bei internationalen Transfers fällig. Aufgeteilt wird der Betrag unter jenen Vereinen, bei denen der wechselnde Spieler zu Juniorenzeiten – gewertet werden die Jahre im Alter von 12 bis 23 – aktiv gewesen ist. Wie hoch der FCW-Anteil effektiv ist, muss gemäss Andreas Mösli noch abgeklärt werden. Einzelne Medien berichteten von zusätzlichen 3,25 Prozent der Transfersumme.

1,6 Millionen Franken sind «grundsätzlich nicht falsch»

Auch die genannten 1,6 Millionen Franken, mit denen der FC Winterthur in einer ersten Tranche gemäss Zeitungsberichten rechnen könne, kann der FCW-Geschäftsführer nicht bestätigen. «Über die festgelegten Zahlen des Vertrags zwischen Basel und Dortmund sind wir nicht informiert.» Grundsätzlich falsch sei aber auch dieser Betrag nicht.

So oder so: Es wird eine hübsche Summe in die Klubkassen fliessen. Und dies in einer Zeit, in der die Winterthurer das Geld gut gebrauchen können. Andreas Mösli spricht deshalb auch von einem Glücksfall. «Das war ein wichtiger Transfer für uns.»

Ob Wiesendangen mitprofitiert, ist unklar

Bevor Manuel Akanji zu Nachwuchszeiten zum FC Winterthur wechselte, spielte er für den FC Wiesendangen. Ob und in welchem Umfang der Ortsverein vom Transfer des ehemaligen Juniors finanziell profitiert, ist gemäss Finanzchef Andreas Braun noch unklar und in Abklärung.

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