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Drei streiten sich um zwei Sitze

Wahlen Neftenbach

Drei streiten sich um zwei Sitze

Silvia Weidmann (SVP) und Manfred Stahel (Freie Wähler) kandidieren bei den Erneuerungswahlen nicht mehr für den Neftenbacher Gemeinderat. Um diese zwei Behördenpositionen duellieren sich am 15. April zwei Frauen und ein Mann. Silvia Itin und Maja Reding Vestner treten für die Freien Wähler an, Jakob Widmer für die SVP.

Michael
Hotz
Dienstag, 13. März 2018, 18:24 Uhr Wahlen Neftenbach

Im Gemeinderat von Neftenbach stehen mindestens zwei Wechsel bevor. Von den sieben aktuellen Mitgliedern kandidieren mit Präsident Martin Huber (FDP), Beat Brandenberger (SVP), Urs Müller (SVP), Markus Ruf (Freie Wähler) und Urs Wuffli (FDP) nur fünf nochmals. Silvia Weidmann (SVP) und Manfred Stahel (Freie Wähler) treten bei den Erneuerungswahlen am 15. April nicht mehr an.

Um die zwei freiwerdenden Exekutiv-Sitze streiten sich zwei Frauen und ein Mann. Es sind Silvia Itin, Maja Reding Vestner (beide Freie Wähler) und Jakob Widmer (SVP). Für alle drei wäre es das erste Engagement in einer politischen Behörde.

Maja Reding Vestner: die Mediatorin vom Chlimberg

Erste Wahlkampferfahrungen hat Maja Reding Vestner aber bereits gemacht. Vor drei Jahren trat sie für die Schulpflege an, wurde aber nicht gewählt. Dazu war das aktuelle Vorstandsmitglied der Freien Wähler schon als junge Erwachsene politisch aktiv. Nun soll der Einzug in den Gemeinderat gelingen. «Ich möchte mich fürs Wohl meiner Wohngemeinde engagieren», sagt die 52-jährige Mediatorin, die seit knapp zehn Jahren mit ihrem Mann und dem 15-jährigen Sohn am Chlimberg lebt. 

Maja Reding Vestner ist als selbständige Dozentin für Verhandlungstechnik, Konfliktmanagement und interkulturelle Kommunikation tätig. Die dadurch erworbenen Fähigkeiten des Vermittelns und Verhandelns bezeichnet sie als «ideale Voraussetzungen für ein Behördenamt». Deshalb seien ihr eine unmissverständliche Kommunikation und überlegtes Handeln sehr wichtig. «Schnellschüsse liegen mir nicht.»

Als Unternehmerin sei sie für die Anliegen des Gewerbes sensibilisiert, findet Maja Reding Vestner. Auch würden ihr als Ausbildnerin die jungen Menschen am Herzen liegen. «Ihnen Leitfäden zu geben, gehört auch zu einer zukunftsgerichteten Gemeinde.» Generell wolle sie sachdienliche Lösungen einbringen und erarbeiten, die dem Gemeinwohl dienen.

Jakob Widmer: der Reinigungsfirma-Inhaber aus Riet

Sich aktiv für die Gemeinde einsetzen und im Gremium «stets das Beste» für Neftenbach herausholen, möchte auch Jakob Widmer. Der 50-jährige Inhaber einer Dienstleistungsfirma für Reinigungen und Hauswartungen in Wülflingen ist vor rund sechs Monaten der SVP beigetreten. Für die Ortspartei kandiert er nun für den Gemeinderat. Der in Wülflingen aufgewachsene Neftenbacher bezeichnet sich selber als sachbezogenen, umgänglichen und kompetenten Mensch. «Ich scheue mich nicht davor, Verantwortung zu übernehmen.» Gleichzeitig respektiere er aber auch andere Ansichten und Meinungen.

Dem Vater von zwei Söhnen sei das Wohl der Bevölkerung und der Jugend ein grosses Anliegen. Als Unternehmer mit eigener Firma seit 2006 wolle er zudem das lokale Gewerbe stärken und sich für hiesige Arbeitsplätze einsetzen.

Jakob Widmer wohnt mit seiner Familie im Neftenbacher Weiler Riet. Den dortigen Durchgangsverkehr bezeichnet er als offene Baustelle, denn er nehme ständig zu. «Die Bevölkerung leidet darunter», betont der Gewerbetreibende. Selber bekomme er davon aber nicht viel mit, weil er tagsüber nicht zuhause sei.

Silvia Itin: die IT-Fachfrau aus dem Wolfzangenquartier

Eine andere Dauerbaustelle für Neftenbach stellt Silvia Itin fest. «Wie viele andere Gemeinden müssen auch wir für die zukünftigen Entwicklungen in der Schweiz gewappnet und vorbereitet sein», sagt die Gemeinderatskandidatin der Freien Wähler. Die Gemeinde soll weiterhin als modern und innovativ bekannt bleiben.

Um dies zu erreichen, bringe sie die richtigen Fähigkeiten mit. Die IT-Fachfrau mit 20-jähriger Erfahrung bei der Freiwilligen Feuerwehr Winterthur präzisiert: «Ich bewahre in Krisensituationen einen ruhigen Kopf, behalte die Übersicht und gehe strukturiert vor.» Die 54-Jährige ist seit fast 30 Jahren im IT-Bereich tätig, vor sechs Jahren übernahm sie die Verantwortung für das Notfall- und Krisenmanagement bei einer grösseren Versicherungsgesellschaft. Ihr dabei erworbenes Know-how wolle sie nun in den Dienst ihrer Wohngemeinde stellen. «Es ist mir wichtig, aktiv am Gemeindegeschehen teilzunehmen.»

Ebenfalls zentral ist für Silvia Itin, die mit ihren zwei Hunden im Wolfzangenquartier wohnt, die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung der Gemeinde. «Neftenbach soll lebenswert sein und Familien eine gute Schulinfrastruktur für ihre Kinder bieten.»

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