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Quadranti fordert Sektenbeauftragten für Muslime

Volketswil/Bern

Quadranti fordert Sektenbeauftragten für Muslime

BDP-Fraktionschefin Rosmarie Quadranti will die Schaffung einer neuen Stelle, um Radikalisierungstendenzen in muslimischen Vereinen zu minimieren. Ein Sektenbeauftragter soll dafür sorgen, dass solche Strömungen frühzeitig erkannt und bekämpft werden können.

Freitag, 17. Juni 2016, 20:15 Uhr Volketswil/Bern

Nach dem Postulat für die bessere berufliche Integration junger Flüchtlinge hat Rosmarie Quadranti (BDP) nun noch einen zweiten Vorstoss eingereicht. Im Postulat «Radikalisierungen in muslimischen Verbänden verhindern. Selbstregulierung stärken» fordert sie einen Sektenbeauftragten für Muslime.

Präventiv gegen radikale Strömungen

Wie die Nationalrätin aus Kindhausen gegenüber dem «Blick» sagt, gebe es «heute schon Sektenbeauftragte, welche christliche Bewegungen unter die Lupe nehmen. Analog dazu braucht es einen muslimischen Sektenbeauftragten.» Manchmal werde einfach eine Aussensicht benötigt, um radikale Strömungen zu erkennen und dagegen vorgehen zu können.

«Ziel muss es sein, Wege zu finden, muslimische Vereine in ihrer Fähigkeit zur Selbstregulierung zu unterstützen und zu stärken», sagt Quadranti.

Zu dieser Unterstützung könnte auch ein finanzieller Zustupf an die Vereine gehören. Dadurch wären diese weniger von ausländischen Geldgebern abhängig, deren Interessen sich nur bedingt mit den hiesigen Vorstellungen und Gepflogenheiten decken würden.

Nicht alle machen Probleme

Quadranti ist sich bewusst, dass in Bezug auf das Verhältnis von Muslimen und Nicht-Muslimen in der Praxis noch einige Fragen offen sind. Gegenüber dem «Blick» betont sie aber, dass es «nur bei einer klaren Minderheit» der muslimischen Bevölkerung in der Schweiz Probleme gebe. (khe)

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