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Zweiter Anlauf für attraktivere Velostadt Uster

Drei Gemeinderäte aus Uster sind nach wie vor der Meinung, dass Uster bezüglich der Auto- und Veloparkierungssituation handeln müsse und haben eine entsprechende Motion eingereicht.

Dienstag, 14. Juli 2015, 16:23 Uhr

Die Ustermer Gemeinderäte Ursula Räuftlin (GLP), Patricio Frei (GP) und Markus Wanner (SP) haben bei der Exekutive ein Motion zu nachhaltigen Wohn- und Mobilitätsformen und Anpassung der Parkplatzverordnung eingereicht. Darin wird der Stadtrat dazu aufgefordert, die Parkplatzverordnung der Stadt Uster so anzupassen, dass der Bau von autofreien oder autoarmen Siedlungen gefördert wird und dadurch in Neubauprojekten der Kostenanteil für die Erstellung der Parkplätze verkleinert werden kann.

In ihrer Begründung schreiben die Motionäre, dass das Planungs- und Baugesetz im Kanton Zürich die Erstellung von privaten Parkierungsanlagen regle. Entsprechend gehörten Parkplätze zur notwendigen Ausstattung und Erschliessung von Bauten und Anlagen. Die detaillierte Ausgestaltung der Vorschriften sei den Gemeinden überlassen. Die Entsprechende Verordnung der Stadt Uster entspreche nicht mehr den aktuellen Rahmenbedingungen, man habe es versäumt, die Parkierungsvorschriften der kantonalen Parkplatzverordnung anzupassen.

Wenn Uster weiter an Attraktivität gewinnen wolle, sollte man ausreichend und richtig platzierte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder anbieten, finden die drei. So erreiche man im öffentlichen Raum eine höhere Aufenthaltsqualität. Die Motionäre sprechen insbesondere die Situation im Bereich Illuster und im Bereich Kern Nord an.

Umsetzung der Initiative Umweltschutz konkret

Im November 2011 hat die Bevölkerung den Gegenvorschlag zur Initiative «Umweltschutz konkret» angenommen. Mit ihr wird die Stadt zur kontinuierlichen Reduktion des Energieverbrauches und zur kontinuierlichen Reduktion des CO2-ausstosses pro Kopf verpflichtet. Dies und die Tatsache, dass Uster das Label Energiestadt Gold anstrebe, seien Gründe dafür, dass das Velofahren in Uster noch attraktiver gestaltet werden sollte und die Parkplatzverordnung an die neuen Rahmenbedingungen angepasst werden müssen, finden die Motionäre.

Im Herbst 2012 sei der Stadtrat nicht bereit gewesen, eine ähnlich lautende Motion entgegenzunehmen, dies weil die Revision des Planungs- und Baugesetzes 2009 eine kantonale Lösung in Aussicht stellte. Seit 2013 wisse man aber, dass die Regierung in der PBG-Revision das Thema Parkplätze nicht weiterverfolge, weshalb sich die Ausgangslage aus Sicht der Motionäre geändert hat und für die Stadt Uster nun doch Handlungsbedarf bestehe.

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