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Weniger TV-Squash aus Uster

Sender reduziert Liveübertragungen

Weniger TV-Squash aus Uster

Künftig gibt es am Montag keine NLA-Spiele auf TeleZ mehr zu sehen. Sender-Chef Peter Steinmann erklärt, warum die Übertragungen aus Uster nach drei Jahren reduziert werden.

Florian
Bolli
Montag, 13. August 2018, 12:30 Uhr Sender reduziert Liveübertragungen
Squash Arena, Uster. 25. April 2015. Squash. Nationalliga A Männer, Playoff-Final. Uster - GC 0:3. Foto: Stefan Kleiser
Nicht mehr so oft im Fokus: Künftig gibt es montags keine Squash-Live-Übertragungen aus Uster mehr. (Foto: Stefan Kleiser)

Montag war der Squash-Tag auf dem regionalen TV-Sender TeleZ. In den letzten drei Jahren ging jede Woche eine Partie der NLA der Männer über den Sender – live, übertragen aus der Squash Arena Uster. Nun plant TeleZ anders. Nächste Saison gibt es noch Bilder von den Playoffs (wie bisher) und von der Schweizer Einzel-Meisterschaft (neu). Beide Anlässe finden im April in Uster statt.

Die Änderung hat ihre Gründe: So fand der Verband für die Übertragungen keinen Sponsor, «und dann gab es auch Clubs, die sich dagegen sperrten, ein Heimspiel in Uster spielen zu müssen», wie TeleZ-Chef Peter Steinmann erklärt. Dagegen schwärmt er vom «riesigen Knowhow-Gewinn», den die Sendungen brachten. Ums Geld ging es ihm nie. «Mit Squash waren wir nicht in Konkurrenz mit anderen Sendern.»

«Squash sah mit unseren Mitteln gut aus.»
TeleZ-Chef Peter Steinmann

Beim Fussball hätte sein Sender schlecht ausgesehen, sagt Steinmann. «Aber Squash sah mit unseren Mitteln gut aus.» TeleZ investierte in neue Geräte (Regie, Encoder, Decoder, mehr Kameras) und ist nun fähig, im August die Racketlon-WM in Schlieren live zu übertragen und drei Tage direkt vom CSI Humlikon zu berichten. Diese Anlässe seien «alle versponsert», verrät Steinmann.

Zuwachs auch ohne TV

Und was denkt man im Squashclub Uster über das Ende der TV-Präsenz? «Das Fernsehen hat nicht irrsinnig viele Auswirkungen gehabt», erklärt Trainer Florian Pössl. «Das Ziel der Übertragungen war es, den einen oder anderen Sponsor zu gewinnen. Das ist nicht gelungen. Für uns in Uster war es Mehrarbeit, die nun wegfällt.» Auch mehr Zuschauer vor Ort bemerkte Pössl nicht.

«Für uns in Uster war es Mehrarbeit, die nun wegfällt.»
Trainer Florian Pössl

«Bei einem Spiel zwischen zwei auswärtigen Teams waren manchmal nur vier Personen da. Das war dann auch nicht grad Werbung für Squash», merkt er an. In der Squash Arena Uster gebe es auch ohne die TV-NLA-Matches einen stetigen Zuwachs, «da können wir uns nicht beklagen». Wie viele Zuschauer sich Squash live am TV gesehen haben, bleibt ein Geheimnis. «Wir erheben keine Zuschauerzahlen», sagt Steinmann. «Denn das kostet Geld.»

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