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Wagerenhof plant grosses Neu- und Umbauprojekt

Wagerenhof plant grosses Neu- und Umbauprojekt

Die Stiftung Wagerenhof in Uster hat diese Woche einen Gesamtleistungswettbewerb ausgeschrieben. Sie will das Wohnangebot verbessern und plant deshalb umfassende Ersatz- und Neubauten.

Christian
Zürcher
Donnerstag, 05. Mai 2016, 14:38 Uhr
Die Stiftung Wagerenhof in Uster will ihre Gebäude modernisieren und plant umfassende Neu- und Umbauten. (Archivbild: Mike Gadient)

Seit der Gründung der Ustermer Stiftung Wagerenhof im Jahr 1904 wurde die Infrastruktur rund um das erste Gebäude laufend erweitert. Mittlerweile beherbergt das kleine Dorf 227 Personen mit geistiger Behinderung in 25 Gebäuden.

Diese aber entsprechen nicht mehr vollumfänglich den heutigen Anforderungen, wie die Stiftung in einer Medienmitteilung schreibt. Deshalb habe man entschieden, einen öffentlichen Gesamtleistungswettbewerb auszuschreiben, der nebst der Sanierung des denkmalgeschützten über 100-jährigen Altbaus auch Ersatz- und Neubauten vorsehe. Die offizielle Ausschreibung erfolgt am Freitag, 6. Mai 2016.

Baustart schon im Winter 2017?

«Grosse Teile der Bauten müssen altersbedingt überholt werden. Hinzu kommt, dass einige unserer Zimmer nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen, heute sind zum Beispiel Einzelzimmer Standard. Weiter haben unsere Bewohnerinnen und Bewohner spezifische Bedürfnisse, denen wir gerecht werden müssen», erläutert Andreas Dürst, Gesamtleiter des Wagerenhofs, die Überlegungen hinter dem Grossprojekt. Ziel sei es, den Menschen im Wagi-Dörfli ein bleibendes Zuhause bis zu ihrem Lebensende zu bieten. Spezifische Wohngruppen sollen dabei bedarfsgerechte Pflege ermöglichen.

Die Planung sieht eine langsame Bauentwicklung vor. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren gelte es auch, bestehende Gebäude für künftige Nutzungen vorzubereiten. Neben architektonischen Anforderungen wie der Anpassung an die bestehende Lebens-, Wohn- und Arbeitsumgebung sei vor allem der Gesichtspunkt der Funktionalität ausschlaggebend – die Betreuung und die Lebensumstände der Bewohner sollen verbessert werden.

Die im Rahmen des Wettbewerbs eingegebenen Projekte werden von einer siebenköpfigen Jury aus internen und externen Fachpersonen geprüft. Diese soll, wenn alles nach Plan läuft, Mitte 2017 einen Entscheid getroffen haben. Der Baustart sei nach Abschluss des Baubewilligungsverfahrens für den Winter 2017/2018 vorgesehen. (zür)

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