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Oberlandautobahn: Kanton plant weiter

Wetzikon, Gossau, Uster

Oberlandautobahn: Kanton plant weiter

Der Grüne Kantonsrat Max Homberger hatte die Planung der Oberlandautobahn durch den Kanton in Frage gestellt. Doch von einem Planungsstopp will der Regierungsrat nichts wissen.

Donnerstag, 09. November 2017, 15:40 Uhr Wetzikon, Gossau, Uster
SCHWEIZ ABSTIMMUNG AUTOBAHNVIGNETTE
ZUR HEUTIGEN EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNG UEBER DAS REFERENDUM ZUR AUTOBAHNVIGNETTE STELLEN WIR IHNEN AM SONNTAG, 24. NOVEMBER 2013 FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Das Ende der Oberlandautobahn A53 im Kreisel Betzholz bei Hinwil, aufgenommen am Die
Der Autobahnanschluss, der ins Nichts führt: die Oberlandautobahn beim Betzholzkreisel. (Bild: Archiv)

Am Anfang stand ein Verdacht. Der Grüne Wetziker Kantonsrat Max Homberger vermutete, dass der Kanton die Oberlandautobahn weiterplant – obwohl das Projekt 2020 an den Bund übergeht. Es gehe zu Zeiten des Sparens nicht an, dass der Kanton Planungsarbeiten für den Bund übernehme, so der erklärte Lückenschliessungsgegner. Und der Kredit für Planungsarbeiten, den der Kantonsrat einst gesprochen habe, sei wohl ohnehin längst aufgebraucht, schrieb er in seiner Anfrage vom Sommer.

Die Antwort des Regierungsrats wurde am Donnerstag bekannt. Klar ist, dass der damalige Kredit für die Planung der Oberlandautobahn tatsächlich weitgehend erschöpft ist. 1,4 Millionen Franken sind von den einst 9 Millionen übrig. Aber dieses Geld darf der Kanton ohnehin nicht mehr für die Planung ausgeben. Der Kredit war klar für die alte Linienführung bestimmt.

Gossau im Fokus

Dennoch plant der Kanton weiter. Der Regierungsrat hält klar fest, dass der Kanton bis zum 1.Januar 2020 zuständig ist, und es werde durchaus weitergearbeitet. In welchem Umfang allerdings sei «Gegenstand von Abklärungen». Dabei werde er sich auf den östlichen Teil der Linienführung um Gossau konzentrieren. Denn der westliche Teil ab Uster habe sich gegenüber dem alten Projekt nicht verändert.

Es gehe darum, die Planung für das gesamte Projekt auf denselben Stand zu bringen, um dem Bund für die Projektierung gute Voraussetzung zu bieten. Die Kosten lägen innerhalb der Kompetenz des Regierungsrats – also unter vier Millionen. Wie weit die Planung des Kantons geht, bleibt letztlich unklar. Denn in der Antwort heisst es: «Die Ausarbeitung eines Ausführungsprojekts wird nicht durch den Kanton erfolgen.»

«Er weiss es selbst nicht»

Max Homberger sagt, er sei grundsätzlich zufrieden mit der Antwort. Allerdings hält er wenig davon, dass der Kanton überhaupt weiter plant. Denn gerade im Ostteil sei die Grundwasserproblematik kompliziert und die Planung aufwändig. Der Kanton sei zwar formal zuständig. «Aber wahrscheinlich weiss er selbst nicht, wieviel er noch in die Planung investieren soll.»

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