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Gossau verteilt Geschenke, Uster sagt danke

Cleverer Leader

Gossau verteilt Geschenke, Uster sagt danke

Leader Uster überzeugte auch gegen Gossau nicht. Er stellte sich aber weitaus geschickter an als der Gegner und gewann das Zweitliga-Duell souverän 3:1.

Daniel
Hess
Sonntag, 15. April 2018, 19:06 Uhr Cleverer Leader
Zwei Torschützen am Boden: Usters Dejan Ilic (links) gegen den Gossauer Alessio Perot. (David Kündig)

«Uster tut seit der Pause gar nichts mehr und gewinnt trotzdem», jammerte Antonio Limata kurz vor Schluss an der Seitenlinie. Damit hatte Gossaus Trainer nicht ganz Recht. Die Ustermer waren nämlich nicht gänzlich untätig geblieben: Sie lamentierten oft so lauthals, dass nach der Partie die Heiserkeit bei einigen Akteuren grösser gewesen sein dürfte als der Muskelkater, sie spielten gekonnt auf Zeit und vergaben einige Male fahrlässig den entscheidenden vierten Treffer. Kurz: Der FCU versprühte in der zweiten Hälfte nicht die Aura eines Tabellenführers. Weil er aber ohne weiteres Gegentor blieb und sich vor dem Seitenwechsel als äusserst effizient erwiesen hatte, siegte er im Gossauer Riet dennoch ungefährdet 3:1.

Gossau war dem Favoriten von Beginn weg ebenbürtig gewesen. Der FCU mag zwar mitunter die feinere Klinge geführt haben, doch das Heimteam hielt mit viel Engagement dagegen. Diese Ausgeglichenheit hatte zur Folge, dass sich die beiden Kontrahenten nahezu neutralisierten und die Partie abgesehen von einigen harmlosen Abschlussversuchen an Ereignissen nicht eben reich war.

 

Das änderte sich nach einer halben Stunde schlagartig. Zuerst vertändelte Alessio Perot als hinterster Mann den Ball; Goalgetter Dejan Ilic, der bis dahin nicht zu sehen gewesen war, profitierte und schoss kalten Blutes zum 1:0 für Uster ein. Und als ob dessen unglückliche Aktion nachahmenswert gewesen wäre, tat es Captain Yves Kündig seinem Kollegen kaum eine Minute später gleich: Auch der Gossauer Captain liess sich den Ball von Ilic abluchsen und der ausgebuffte Stürmer vollstreckte abermals.

 

Die Gossauer zeigten sich vom doppelten Ungemach aber unbeeindruckt und Perot machte seinen Patzer umgehend wieder gut, indem er eine genau getimte Flanke per Kopf zum 1:2 verwertete. Doch noch vor der Pause lief der FCG erneut ins Verderben: Etwas glücklich kam der Ball zu Albert Laski, der Zweitoreabstand sogleich wieder herstellte.

 

Dieser dritte Treffer war laut Limata entscheidend. «Damit war das Spiel gelaufen», sagte der FCG-Coach. Zwar hatten Roman Gachnang, Jonas Müller und der diesmal unglücklich agierende Topscorer Peter Niffeler Gelegenheiten, um ihr Team zurück in die Partie zu bringen. Zuletzt brachten die Gossauer, deren Spiel es insgesamt an Bewegung und Ideen mangelte, die Gäste aber kaum mehr in Verlegenheit.

Gossau – Uster 1:3 (1:3). – Tore: 29. Ilic 0:1. 31. Ilic 0:2. 32. Perot 1:2. 42. Laski 1:3.

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