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Alltagsküche aus Uster

«Es ist nun einmal kein normales Kochbuch»

Die Ustermerin Nicole Koller hatte das Gewöhnliche satt. Mit ihrem Ideenbuch für eine familientaugliche Alltagsküche bringt die zweifache Mutter wieder Schwung auf den Teller.

Olivia
Maurer
Donnerstag, 20. April 2017, 19:30 Uhr Alltagsküche aus Uster
Das Kochbuch «Am Alltagskoller äs Schnäppli schla» der Ustermerin Nicole Koller ist in ihrer Küche entstanden. (Bild: Olivia Maurer)

Es ist 11 Uhr. Zeit, sich als Mutter Gedanken über das Mittagsmenü zu machen. Sofern sich überhaupt noch etwas Brauchbares im Kühlschrank finden lässt. Ein Problem, das auch Nicole Koller kennt. «Ich sass mit anderen Müttern auf dem Spielplatz, als wir uns zum x-ten Mal überlegten, was wir den Kindern auftischen könnten.» Und da hat sich die zweifache Mutter entschieden: Diesem Problem will sie mit einem Kochbuch ein Ende setzen.

Eine spannende Zeit

Von da an verbrachte Koller die meiste Zeit in der Küche. Sie ­tüftelte an neuen Rezeptideen ­herum und schmeckte bereits ­vorhandene ab. Die Einfälle für die Menüs holte sie sich vorwiegend aus ihrem eigenen Leben. «Es sind zum Teil Gerichte aus meiner Kindheit.»

Aber auch Nachbarn, Freunde und Bekannte hat sie nach Rezept­ideen befragt. «Ich habe WhatsApp Nachrichten verschickt und gefragt, was andere kochen, wenn sie mal keine Idee haben.» Die ­Rezepte wurden dann von Koller nachgekocht und verkostet. «Auch meine Nachbarn durften sich beim Probeessen verwöhnen lassen», erzählt sie.

Aus den besten Gerichten ­entstand schliesslich das Koch­ideenbuch: «Am Alltagskoller äs Schnäppli schla». Ein gelungener Titel, findet Koller, der mit einem Wortspiel mit ihrem Familiennamen in Verbindung gesetzt wird.

Eine ehrliche Küche

Zu Hause hat sich Nicole Koller ein kleines Fotostudio eingerichtet, um ihre Gerichte ins richtige Licht zu stellen. Zu den Fotografien hat sie dann Texte geschrieben. Diese erklären in einem frischen Schweizerdeutsch die Zubereitung. «Bis auf das Gestalten habe ich alles selbst gemacht», sagt Koller. Für das Layout bat sie ihren Bruder um Hilfe. «Ohne ihn hätte ich das Buch nie zu Ende gebracht.»

Koller selbst beschreibt ihr Buch als eine ehrliche und alltagstaugliche Küche. «Die Rezepte sollen einfach sein und auch Kindern schmecken», sagt Koller. Allerdings findet man im Buch auch Untypisches, wie zum Beispiel: Beim Güggeli-Maa ein Poulet holen. «Es ist halt kein normales Kochbuch. Eher ein Ideenbuch», sagt sie. Das liegt wohl auch daran, dass im Buch keine Mengenangaben zu finden sind. «So ist es realistischer, weil die meisten ohnehin nach Handgelenk mal Pi kochen.» Es kamen Glücksgefühle auf, als im Oktober die ersten Exemplare mit der Post kamen. «Es hat mich stolz gemacht», so die Freizeitköchin. Das Kochideenbuch hat dann auch in ihrem Umfeld Anklang gefunden. «Durch die vielen ­positiven Rückmeldungen fühlte ich mich natürlich gebauch­pinselt», sagt sie und lächelt ­verlegen. Diese Zusprüche haben Koller ermutigt weiterzu­machen. «Ich arbeite bereits an einem zweiten Teil.»

 

Das Kochbuch kann unter www.alltagskoller.ch für 24.90 Franken gekauft werden.

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