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Einfache Hilfe bei psychischen Krisen

Uster: Anfrage von Claudia Wyssen (SP)

Einfache Hilfe bei psychischen Krisen

Gemeinderätin Claudia Wyssen (SP) möchte in Uster den Zugang zu Einrichtungen für junge Erwachsene mit psychischen Problemen erleichtern. Mit ihrer letzten Anfrage an den Stadtrat will sie die «Versorgungslücke» schliessen.

David
Marti
Mittwoch, 25. April 2018, 09:34 Uhr Uster: Anfrage von Claudia Wyssen (SP)
Die abtretende Gemeinderätin Claudia Wyssen (SP) sorgt sich um junge Ustermer mit psychischen Problemen. (Foto: Mano Reichling)

Die abtretende Gemeinderätin Claudia Wyssen (SP) hat eine Anfrage an den Stadtrat überwiesen. Ihrer ihrer Meinung nach fehlt es in Uster an Anlaufstellen mit niederschwelligem Zugang für junge Erwachsene mit psychischen Problemen. Niederschwellig heisst, dass der Eintritt nur mit geringem Aufwand verbunden ist. Dies sei Im Alter zwischen 18 und 25 Jahren von entscheidender Bedeutung, damit die Angebote auch genutzt werden. «Viele scheuen den direkten Kontakt zu psychiatrischen Stellen aufgrund der Stigmatisierung», heisst es in der Anfrage.

Manko in Uster und Hinwil?

In sämtlichen Bezirken des Kantons Zürich würden dafür niederschwellige Jugendberatungsstellen existieren – ausser in Uster und Hinwil. Nach dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst gebe es hier kein weiterführendes Angebot - abgesehen von der Psychiatrie, der Suchtberatungsstelle und dem Sozialamt.

Dabei würden niederschwellige Jugendberatungsstellen eine wichtige Funktion in psychischen Krisensituationen (Suizidprävention), Gewaltprävention, Suchtprävention, Radikalisierung und beruflichen Krisen erfüllen. Als Beispiele zählt Wyssen Lehrabbrüche, Arbeitslosigkeit und Orientierungslosigkeit auf. Das Amt für Jugend- und Berufsberatung von Wetzikon habe im Bezirk Hinwil die Versorgungslücke erkannt und eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich der Thematik annehme. 

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