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Die Tagesschule bald ohne finanzielle «Stützräder»

Ustermer Primarschulpflege

Die Tagesschule bald ohne finanzielle «Stützräder»

Die Ustermer Primarschulpflege will das Projekt Tagesschule verlängern. Sie beantragt dem Gemeinderat den Beschluss den Bruttokredit von 400‘000 Franken bis Ende Schuljahr 2021 anzunehmen.

David
Marti
Mittwoch, 27. Dezember 2017, 14:51 Uhr Ustermer Primarschulpflege
Auch das Mittagessen gehört zum Konzept der Tagesschule. (Bild: Nicolas Zonvi)

Das Pilotprojekt Tagesschule sollte ursprünglich im Schuljahr 2014/2015 gestartet werden, musst dann aber um ein Jahr verschoben werden. Für das nächste Jahr sind 21 Schüler für die Tagesschule angemeldet, im letzten Jahr waren es 22. Primarschulpräsidentin Patricia Bernet sagt: «Die Plätze an der Tagesschule sind begrenzt, in der Regel können keine Schüler in die oberen Klassen aufgenommen werden können.  Deshalb kommt es immer wieder vor, dass Kinder abgewiesen werden müssen.»

Zu kurze Frist

Für die Verlängerung der Tagesschule bis ins Schuljahr 2020/2021 nennt Bernet die Gründe: Das Pilotprojekt sei ursprünglich auf drei Jahre befristet gewesen. Dann habe sich aber schnell gezeigt, dass es nicht möglich sei, die Tagesschule innert drei Jahren zu beginnen, aufzubauen, zu evaluieren und zu entscheiden. Diese Frist sei zu kurz angesetzt gewesen. «Mit der Verlängerung haben wir nun die Möglichkeit, vier Jahre aufzubauen, dann zu evaluieren und anschliessend einen guten Entscheid zu fällen», so Bernet.

Erste Erfahrungen mit altersdurchmischten Klassen

Mit den Leistungszielen setzt die Primarschulpflege die angestrebte Leistung fest, die in diesem Fall bis Ende 2021 erreicht werden soll.  Ein Leistungsziel ist das Sammeln von ersten Erfahrungen in altersdurchmischtem Lernen bei der Primarschule Uster. «Weil in der Tagesschule zwei Jahrgangsklassen geführt werden, ist dort auch eine andere Art von Unterricht erforderlich.» Denn man müsse auf die grösseren Wissensunterschiede unter den Kindern angemessen eingehen, sagt Bernet.  

Die letzte Unterstützungszahlung

Noch wird die Tagesschule mit Subventionen von 186‘800 Franken vom Bundesamt für Sozialhilfe unterstützt. Eine erste Tranche von 74‘700 Franken wurde im letzten Jahr bereits ausbezahlt. Der gleiche Betrag wird im Dezember erwartet und die restlichen 37‘400 Franken sollen im nächsten Jahr an die Stadt überwiesen werden. Diese Unterstützung galt als Anschubfinanzierung für das Projekt.
Für das kommende Jahr werden noch 42´500 Franken budgetiert, was nur noch rund die Hälfte der Kosten des laufenden Jahres ausmacht. Weshalb erklärt Bernet so: «Die Kosten in der Investitionsplanung reduzieren sich, weil die Aufbauarbeit im Projekt zugunsten des gut laufenden Regelbetriebes abnimmt.»

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