×
Mehr Reichweite

Die Stadtpolizei Uster twittert jetzt über ihre Einsätze

Der offizielle Twitter-Account der Stadtpolizei Uster geht am 3. Mai online. Sechs Gesetzeshüter werden künftig die Follower über aktuelle News aus der Region auf dem Laufenden halten.

Jennifer
Furer
Donnerstag, 03. Mai 2018, 07:00 Uhr Mehr Reichweite
Tabea Schmid, Werner Langenegger, Enis Feratovic, Jennifer Howald, Marco Biland und Christian Oberle twittern ab dem 1. Mai. (Foto: Stadtpolizei Uster)

Ein Polizeiwagen braust mit Blaulicht in hohem Tempo vorbei. Was mag da wohl passiert sein, fragen sich in diesem Moment wohl die Meisten. Künftig werden viele solcher Fragen direkt von der Stadtpolizei Uster auf Twitter beantwortet. Ab Anfang Mai zwitschern zwei Polizistinnen und vier Polizisten im Alter zwischen 22 und 60 Jahren über die aktuellen Geschehnisse in der Region.

«Wir wollen in der heutigen Zeit ankommen und verschiedene Bevölkerungsgruppen bedienen», erklärt Enis Feratovic, Dienstchef der Stadtpolizei Uster und Leiter des Twitter-Projektes, den Grund für die Digital-Offensive. Gerade jüngere Leute könne man über diesen Kanal besser abholen. «Wir gehen davon aus, dass wir dadurch allgemein wahrnehmbarer werden und mehr Leute mit unseren Informationen erreichen können», sagt Feratovic.

Dreimonatige Testphase

Jene, die den Twitter-Kanal der Stadtpolizei abonnieren oder besuchen, erwarten Inhalte aus den Bereichen Sicherheits- und Verkehrspolizei, Verwaltungspolizei, sowie dem Jugend- und Quartierdienst. «Die sechs Polizisten, die den Kanal bespielen, arbeiten jeweils auf diesen Gebieten», so Feratovic.  Nebst dem Betreiben des neuen Accounts würden sie auch weiterhin ihren Tätigkeiten nachgehen und auf Streife sein. «Niemand arbeitet Vollzeit, um den Social-Media-Kanal zu betreuen.»

«Wir wollen mit den Menschen in Austausch sein»

Enis Feratovic,Dienstchef der Stadtpolizei Uster

Ob man mehr Ressourcen benötige, werde in einer dreimonatigen Pilotphase eruiert. «Danach ziehen wir Bilanz und schauen, was wir verbessern können», so Feratovic. Er hoffe aber sehr, dass der Account auf Anklang stossen werde.

Andere Corps als Referenz

Die sechs Polizisten, die twittern werden, haben sich auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. «Wir haben polizeiinterne Kurse, tauschen uns intern, aber auch mit anderen Polizeicorps aus und besuchen wenn immer möglich Medientagungen für Polizisten», sagt Feratovic. Auch eine Art Praktikum bei einer Polizei, die bereits auf Twitter aktiv ist, sei vorgesehen, um einen Einblick zu erhalten. «Natürlich schauen wir auch, wie andere Polizeicorps das handhaben und was sie so twittern», sagt Feratovic.

Ein guter Referenzwert sei beispielsweise die Stadtpolizei Winterthur. «Das Korps ist zwar etwas grösser als unseres, aber dennoch eine städtische Polizei und im Aufgabengebiet grundsätzlich vergleichbar», so Feratovic. Mit ihrem neuen Kommunikationschef Michael Wirz, der die Social-Media-Offensive in Winterthur vorangetrieben hat und zuvor bei der Stadtpolizei Zürich als Social-Media-Verantwortlicher tätig war, habe man zudem einen wertvollen Ansprechpartner. Auch mit der Kantonspolizei Zürich arbeite die Stadtpolizei Uster eng zusammen. «Wenn es zu Überschneidungen kommt und beide Korps an einem Einsatz beteiligt sind, werden wir persönlich absprechen, wer was twittert», so Feratovic.

Auf Twitter werde man nicht nur die Menschen mit Informationen zu Einsätzen, Kontrollen, Kampagnen, Projekten und Veranstaltungen versorgen. «Wir wollen auch mit den Menschen in Austausch sein», sagt Feratovic. Dennoch: Ernstfälle dürfen nicht über Twitter laufen. Für diese ist immer noch die Nummer 117 zu wählen.

Kommentar schreiben

Kommentar senden