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Blinder Esel Noldi heiss begehrt

Er sollte fremdplatziert oder gar eingeschläfert werden, doch hat sich das Blatt für den blinden Esel Noldi aus Uster doch noch zum Guten gewendet. Auf dem österreichischen Gut Aiderbichl ist er mittlerweile ein Star.

Montag, 30. Dezember 2013, 17:32 Uhr

Anfang 2011 bewegte das Schicksal von Noldi die Region: Der Esel kam im Landwirtschaftsbetrieb des Behindertenheims Wagerenhof in Uster zur Welt. Wegen seiner Behinderung wurde Noldi aber von der Herde nie richtig akzeptiert, sondern von seinen Artgenossen sogar geplagt. Deswegen wurde eine Fremdplatzierung, aber auch das Einschläfern des Tieres geprüft – was zahlreiche Tierschützer auf den Plan rief (wir berichteten). Durch einen Hinweis aus der Bevölkerung klärte sich dann aber die missliche Lage. Noldi durfte Anfang 2012 auf den ehemaligen Bauernhof Gut Aiderbichl im österreichischen Henndorf umziehen. Dort geht es ihm gut. Der blinde Esel erlangte sogar einen gewissen Ruhm: Im Jahreskalender 2012 des Guts posierte er für den Monat September.

Besuchermagnet Noldi

Wie «Blick online» berichtet, ist Noldi mittlerweile zum regelrechten Publikumsliebling avanciert. Vor allem bei den Schweizern sei er beliebt: Viele der jährlich bis zu 20'000 Besuchern würden bei der Ankunft auf dem Gut sofort nach dem weissen Esel fragen.

Hoffnung für das blinde Tier gibt es derweil aber nicht: «Wir haben ihn vom renommiertesten Augenarzt untersuchen lassen, aber der konnte ihm leider auch nicht helfen», wie Michael Aufhauser, Chef von Gut Aiderbichl, gegenüber dem «Blick» erklärte.

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