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Bekier und Borer nicht zufrieden mit Schulpflege

Bekier und Borer nicht zufrieden mit Schulpflege

Die Gemeinderätinnen Claudia Bekier und Anita Borer sind gar nicht zufrieden mit der Antwort auf ihre Anfrage zur Sonderschulung in Uster. Sie kritisieren, dass wichtige Aspekte bei der Beantwortung nicht eingeflossen seien.

Mittwoch, 27. März 2013, 12:55 Uhr

Claudia Bekier und Anita Borer wollten in einer Anfrage an die Primar- und die Sekundarschulpflege Uster wissen, welche Erfahrungen mit den sonderpädagogischen Massnahmen gemacht worden und wie wirksam diese seien. In seiner Antwort von Mitte März sprach die Primarschulpflege von guten Erfahrungen und zeigte sich zufrieden mit der integrativen Sonderschulung (wir berichteten). Nun melden sich die beiden SVP-Politikerinnen erneut zu Wort: In einer Stelllungnahme zeigen sie sich unzufrieden mit den «unspektakulären Antworten». Sie zweifeln die Antworten an und monieren, dass in den Antworten einige Aspekte nicht berücksichtigt worden seien. Denn allein die Tatsache, dass die Schüleranzahl in Kleinklassen gesunken, die Zahl der sonderpädagogischen Massnahmen insgesamt jedoch gestiegen sei, lasse an der Wirksamkeit der Sonderschulung zweifeln.

Es gebe durchaus Situationen, in denen integrative Sonderschulung Sinn mache, räumen Bekier und Borer ein. Insbesondere für Schüler, die nicht sonderpädagogisch betreut werden, sei diese Art der Schulung aber nicht immer zielführend. Denn die Klassenlehrpersonen in den Regelklassen müssten sich so stärker den integrativ geschulten Kindern widmen, wodurch die übrigen Schüler zu kurz kämen. Für verhaltensauffällige Schüler wäre es sinnvoller, so die Gemeinderätinnen, wenn wieder Kleinklassen gebildet würden und diese nicht «in teure Sonderschuleinrichtungen abgeschoben würden».

Der Stadtrat schreibt, dass die jährlich entstehenden Kosten für die externe Beschulung bei knapp einer Million Franken liege. Hier betonen Bekier und Borer, dass eine Kleinklasse eine raschere Zuteilung ermöglichen würde und kostengünstiger sei.

Insgesamt sei es wünschenswert, dass sich die Schulpflegen kritischer mit der integrativen Sonderschulung auseinandersetzen, so die Gemeinderätinnen, und den Erfolg von sonderpädagogischen Massnahmen« in der Praxis mit geeigneten Mitteln überprüfen».

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