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Achtelfinal-Jubel auf dem Zeughausareal: 2000 feiern in Uster

Schweiz - Costa Rica 2:2

Achtelfinal-Jubel auf dem Zeughausareal: 2000 feiern in Uster

Die Schweiz zieht in die Achtelfinals ein. Das 2:2-Unentschieden reicht der Nationalmannschaft, um das WM-Minimalziel zu erreichen.

Laurin
Eicher
Mittwoch, 27. Juni 2018, 23:50 Uhr Schweiz - Costa Rica 2:2

Die Schweiz nutzte ihre gute Ausgangslage an der WM in Russland am letzten Spieltag der Gruppe E zum Achtelfinal-Einzug. Mit einem 2:2 gegen Costa Rica holte sie ihren fünften Punkt. Weil Serbien gegen Brasilien verlor (0:2), hätte sich das Team von Vladimir Petkovic sogar eine Niederlage leisten können.

Mit dem einzigen zielgerichteten Angriff vor der Pause gelang der Schweiz durch Blerim Dzemaili das 1:0, der eingewechselte Josip Drmic erhöhte in der 88. Minute das 2:1. Diesen Vorsprung brachten die Spieler von Vladimir Petkovic aber nicht über die Zeit: Bryan Ruiz verwertete einen Penalty via Latte und Rücken von Goalie Yann Sommer zum Ausgleich.

Gute Laune in der Zeughausbar

Während im Raum Volketswil 370 UPC-Kunden wegen einer Signalstörung erst ab der zweiten Halbzeit mitfiebern konnten, kamen am Public Viewing auf dem Ustermer Zeughausareal etwas mehr als 2000 Fans ohne Bildunterbruch auf ihre Kosten. «Bereits um 11 Uhr standen mehr als 20 Leute an, um sich Tickets für das Spiel zu sichern», sagte Edi Baumann, Veranstalter des Public Viewings in der Ustermer Zeughausbar, am Nachmittag gegenüber Züriost. Deshalb habe man beschlossen, die Vorverkaufskasse vorzeitig zu öffnen. Das hat sich gelohnt: Am Abend war die Halle gefüllt mit gut gelaunten Fussballfans.

Für das Spiel Schweiz – Costa Rica hätte Baumann das Gelände aufgrund der grossen Nachfrage gerne erweitert. Eine Vergrösserung auf einer angrenzenden Rasenfläche sei aber wegen des Abfall-Problems nicht möglich. 

Gänsehaut: Hier wird auf dem Zeughausareal die Schweizer Hymne gesungen:

(Videos: Leserreporterin Caroline Derrer)

Grosse Arena ist beliebter

Die bisherigen Public Viewings seien aus Sicht der Veranstalter «sensationell» gewesen. Zu Reklamationen wegen Lärms oder der Eroberung des Nashornkreisels durch Fans sei es Baumann zufolge nicht gekommen.

«Die neue, grosse Arena ist bei den Besuchern eindeutig beliebter, als die ursprünglich zweigeteilte.» Baumann rechnet bereits jetzt mit einer deutlichen Steigerung von Eintritten und Umsätzen im Vergleich zur EM vor zwei Jahren.

Der Jubel in Uster nach dem harten Kampf gegen Costa Rica und der Achtelfinal-Qualifikation:

Jetzt wartet Schweden

Nächster Gegner der Schweiz ist am kommenden Dienstag (16.00 Uhr) in St. Petersburg Schweden, das überraschend Platz 1 in der Gruppe E belegte. Die Skandinavier bezwangen Mexiko gleich mit 3:0 und profitierten auch von Deutschlands Form- und Abschlussschwäche. Gruppensieger Brasilien trifft auf Mexiko.

Für Deutschland endete die WM im totalen Fiasko. Der Weltmeister von 2014 verlor sein drittes Spiel gegen Südkorea 0:2 und scheiterte als Gruppenletzter zum ersten Mal in seiner 84-jährigen WM-Geschichte in der Gruppenphase. Dasselbe Schicksal hatte vor Deutschland auch Spanien (2014) und Italien (2010) ereilt. (zo/sda)

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