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2500 deftige Würste für den «Schübligziischtig»

2500 deftige Würste für den «Schübligziischtig»

Für den «Schübligziischtig» hat die Metzgerei Hotz in Uster eine halbe Tonne Schüblige hergestellt. Der Brauch ist nur im Zürcher Oberland bekannt.

Montag, 11. Februar 2013, 19:26 Uhr

Am Montag liefen die Wurstmaschinen in der Metzgerei Hotz auf Hochbetrieb. «Für den Schübligziischtig verarbeiten wir rund eine halbe Tonne Fleisch. Das sind rund 2500 Schüblige», erklärte Metzgermeister Ernst Hotz am Montag. Ein riesiger Cutter verwandelte die grobe Fleischstücke in eine homogene Brätmasse. Anschliessend wurden diese in Portionen in Därme abgefüllt. «Alles Naturdärme vom Schwein oder Rind», wie Hotz betont. Elf verschiedenen Sorten

Die Metzgerei produziert für den Schübligziischtig elf verschiedene Schübligsorten. Geräuchert werden die Würste in Buchenholz-Rauch. Je nach Räucherzeit erhalten sie eine rötliche oder schwarze Färbung. Aber auch ungeräuchert, als Gemeinderatsschüblig, ist die Spezialität zu haben. Im Laden kosten die Würste zwei bis fünf Franken.

Der Schüblig hat in den deutschsprachigen Kantonen eine lange Tradition, den «Schübligziischtig» feiert man aber nur im Zürcher Oberland. Am Dienstag vor Aschermittwoch war für die Oberländer traditionellerweise die letzte Gelegenheit, sich den Bauch mit Würsten vollzuschlagen. Die katholische Kirche verlangte von ihren Gläubigen, vor dem Osterfest 40 Tage lang Busse zu tun, zu fasten und auf Fleisch zu verzichten.

Nach der Reformation waren die reformierten Zürcher Oberländer zwar von dieser Vorschrift entbunden, sie sahen aber keinen Anlass, auf den lieb gewonnenen Brauch des Schübligziischtig zu verzichten.

Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Dienstag, 12. Februar 2013.

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