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20 Millionen für das Zeughausareal

Ustermer Gemeinderat genehmigt Planung

20 Millionen für das Zeughausareal

Der Ustermer Gemeinderat hat die Leitlinien für die Bebauung des Zeuhgausareals festgesetzt. Die Grünen wollten für das Raumprogramm mehr Geld zur Verfügung stellen, blitzten aber ab. Auch ihr Antrag für ein anderes Betriebsmodell scheiterte.

Mittwoch, 24. Januar 2018, 11:10 Uhr Ustermer Gemeinderat genehmigt Planung

Leitbild, Betriebsmodell, Zwischennutzungskonzept und Raumprogramm – es sind trockene, ja geradezu bürokratische Bezeichnungen, über die der Ustermer Gemeinderat am Montagabend befand. Für die Entwicklung des Zeughausareals sind sie aber von entscheidender Bedeutung, wie Stadtpräsident Werner Egli (SVP) dem Parlament in Erinnerung rief. «Tätigen wir nun gemeinsam diesen wichtigen Schritt und gehen zur nächsten Phase über.»

Eine AG wird den Betrieb führen

Und der Gemeinderat tat den Schritt und folgte in den wichtigen Punkten der Weisung des Stadtrats. Diese waren unter anderem, dass künftig eine gemeinnützige Aktiengesellschaft das Areal bewirtschaften soll. Weiter gab er den Weg frei für einen Architekturwettbewerb, für den er ein Raumprogramm definierte und ein Investitionsvolumen von 20 Millionen Franken vorgab. Opposition gegen die beiden Punkte kam nur von den Grünen. Sie hätten lieber eine Stiftung als eine gemeinnützige Aktiengesellschaft als Betriebsmodell gehabt, da eine Stiftung dem Gemeinderat mehr Mitsprachmöglichkeiten gebe. Und als Zielgrösse für den Architekturwettbewerb schlugen sie 25 Millionen Franken vor. «Sonst bekommen wir nicht das Kulturzentrum, das wir alle uns wünschen», sagte Gemeinderat Thomas Wüthrich. Beide Änderungsanträge blieben aber chancenlos.

Nächster Schritt: Architekturwettbewerb

So kann der Stadtrat nun den nächsten Schritt planen: Die Gründung der Aktiengesellschaft und die Durchführung eines Architekturwettbewerbs für die erste Bauphase. In dieser will der Gemeinderat ein Kulturzentrum mit folgenden Bauten realisieren: Ein grosser und ein kleiner Saal,  ein Kino mit Bar, ein Ausstellungsraum sowie ein teilweise gemeinsames Foyer. Dieses Kulturzentrum auf dem Nordteil des Areals soll in ungefähr fünf bis sechs Jahren das Kulturhaus Central und den Stadthofsaal ersetzen. .

Weitere Bauten auf dem städtischen Teil des ehemaligen Militärgeländes sind erst in einer zweiten Phase geplant, zum Beispiel ein Zentrum für die Musikschule. Der südliche Teil, dort, wo heute die Zeughausbar steht, soll gar erst in einer dritte Phase bebaut werden. Wie ist noch unklar. Als prägendes Element des künftigen Zeughausareals ist ein zentraler Platz geplant.

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