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«Hallo ISS, hier Pfadi Maur»

Maurmer Pfadfinder dürfen mit der internationalen Raumstation ISS plaudern. Möglich macht das ein Projekt - und die Tatsache, dass die meisten Astronauten selbst Pfadfinder sind oder waren.

Donnerstag, 30. Juli 2009, 09:00 Uhr

Im Rahmen des Astrocamps werden 20 Pfadfinder aus Maur mittels eigener Funkstation mit einem Astronauten der internationalen Raumstation ISS im Weltall reden. Wie die Pfadi Maur mitteilt, haben die ISS-Verantwortlichen der Projektgruppe am 22. August um 8.40 ein Zeitfenster für den Funkkontakt mit der Raumstation bewilligt.

Erster«echter» Schweizer Satellit

Die Maurmer sind die erste Pfadfinder-Gruppe in Europa, der dieses Privileg zuteil wird. Anlässlich des internationalen Jahrs der Astronomie absolvieren rund 100 Mitglieder der Pfadi Maur im September ein Astrocamp. Am 19. September werden sie die Resultate ihrer Projekte zu den Themen, Astronomie, Funk und Journalismus der Öffentlichkeit vorstellen. Eine der Gruppen konstruiert einen Sternenweg auf der Forch, andere betreiben einen lokalen Radiosender oder stellen Flugfunkempfänger her. In Zusammenarbeit mit der ETH präsentieren die Projektteilnehmer den ersten vollumfänglich in der Schweiz entwickelten Satelliten «Swisscube».

Auch Neil Armstrong war Pfadi

Möglich macht den Funkkontakt ins All das ARISS-Programm (Amateur Radio on the International Space Station) der ISS. Dass ausgerechnet Pfadfinder für das Gespräch ins All ausgewählt wurden, ist nicht weiter verwunderlich: Von über 200 Astronauten in der Geschichte der Raumfahrt waren 142 Pfadfinder. Selbst der erste Mann auf dem Mond war einer: Als Neil Armstrong 1969 den Mond betrat, trug er unter seinem Schutzanzug sein Pfadfinderabzeichen. (zol)

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