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Jeder fünfte Betrieb fällt durch

In Uster und Greifensee haben vier Jugendliche in 21 Betrieben getestet, ob sie an Alkohol und Tabak kommen. Die Suchtpräventionsstelle hat dabei einen postiven Trend festgestellt – die Dunkelziffer ist jedoch weiterhin hoch.

Dienstag, 21. August 2012, 10:48 Uhr

Am Donnerstag haben die Stadtpolizei Uster, die Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland und das Blaue Kreuz erneut Testkäufe für Alkohol und Tabak durchgeführt.Im Gegensatz zu den Testkäufen im Februar waren die Patentinhaber der Betriebe diesesm Mal nicht im Vorfeld informiert worden. Die Stadtpolizei Uster hatte im Februar jedoch öffentlich auf kommende Nachkontrollen hingewiesen.

20 Prozent fielen durch

Zwei Mädchen und zwei Jungen unter und knapp über 16 Jahren versuchten in 21 Betrieben, Spirituosen, Bier und Zigaretten zu kaufen. Resultat: 80 Prozent hielten sich an den Jugendschutz. 20 Prozent der Betreiber fielen durch. Sie werden von der Stadtpolizei Uster verwarnt und erhalten eine gebührenpflichtige Verfügung. Bei wiederholtem Verstoss werden weitere verwaltungsrechtliche Schritte bis hin zum Patententzug angeordnet.

«Das Resultat ist sicher positiv zu bewerten, aber auch mit Vorsicht zu geniessen, da die Dunkelziffer von Betrieben, die den Jugendschutz nicht einhalten, um einiges höher ist», so Priska Bretscher von der Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland.

Problem an Festen an der Chilbi

Die Suchtpräventionsstelle setzt sich bei den Gemeinden dafür ein, dass vermehrt auch halbprofessionelle oder kurzzeitige Betriebe sowie Festveranstaltungen getestet werden. Denn in Betrieben ohne ausgebildetes Fachpersonal fehle es häufig an Verständnis für den Jugendschutz und am Wissen, wie das Verkaufs- und Abgabeverbot eingehalten werde. Gerade am Fest, an Grümpelturnieren und an der Chilbi werde viel gebechert, so die Suchtpräventionsstelle in ihrer Mitteilung. Gemäss Aussagen zweier Testkäufer sei es dort ein Leichtes, Alkohol zu beschaffen.

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