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Modelleisenbahnbörsen in der Krise

Modelleisenbahnbörsen stecken in der Krise. Es gibt zu viel davon, und es be-steht ein Überangebot an veraltetem Material. Auch die zweimal im Jahr stattfindende Börse in Fällanden kämpft mit Problemen.

Sonntag, 18. Oktober 2009, 09:00 Uhr

«Fünf von zehn befragten Aussteller wollen nächsten Frühling wieder dabei sein», bilanziert Ruedi Witschi am Samstagabend. Er organisiert zusammen mit Hans Frischknecht und Marcel Müller seit sechs Jahren die zweimal jährlich stattfindende Modelleisenbahnbörse in der Zwicky-Fabrik. Fünf weitere Aussteller - sie kommentieren den Geschäftsgang mit «so, so, la, la» - wollen noch abwarten. Am 5. Dezember will das OK entscheiden, ob die Börse weitergeführt wird.

 

40 Aussteller haben an der Herbstbörse teilgenommen, 15 der bisherigen haben die Teilnahme abgesagt: «Das Geschäft läuft nicht mehr.» Die Ursache dafür einzig der Konjunkturlage in die Schuhe zu schieben, wäre zu einfach, das weiss auch Witschi. Der Gründe sind viele. «Früher kaufte der Vater dem Sohn eine Modelleisenbahn und spielte selber damit.» Heute schaffe sich der Vater einen Computer an, und die Kinder lernten damit umgehen. Deshalb ist das Publikum an den Modelleisenbahnbörsen überaltert. Kinder und Jugendliche bleiben die Ausnahme, weil sie nicht mehr mit Modelleisenbahnen spielen.

 

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