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Empa an EU-Projekt «Elena» beteiligt

Empa an EU-Projekt «Elena» beteiligt

Nanotechnologie gilt als die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Um dafür neue Herstellungsverfahren zu entwickeln, fördert die EU seit Kurzem das Marie-Curie-Trainings-Netzwerk «Elena» – und daran arbeitet auch die Empa – mit Standort in Dübendorf.

Eva
Kamber
Freitag, 13. Januar 2017, 15:46 Uhr
Für die digitale und die medizinische Entwicklung bereits heute unerlässlich: die Nanotechnologie. (Screenshot: Youtube)

Nanotechnologie liefert die Grundlagen, um Produkte von nur wenigen Nanometern Grösse in jeder gewünschten Form herzustellen: für Mikroprozessoren und elektronische Schaltungen in Computern, in der Telekommunikation, der Medizin und der Biotechnologie, um nur einige Anwendungsfelder zu nennen.

Nanotechnologie – was bringt sie uns? (Quelle: Youtube/srf.ch):

Um neue Herstellungsverfahren zu entwickeln, fördert die EU seit Kurzem das Marie-Curie-Trainings-Netzwerk «Elena» (low energy electron-driven chemistry for the advantage of emerging nanofabrication methods). Darin arbeite die Empa mit 13 Universitäten, drei weiteren Forschungsinstituten und fünf Unternehmen aus 13 Ländern zusammen. Dies teilt die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt mit.

Im Zentrum stehen zwei hochmoderne Verfahren

Ziel des Grossprojekts ist es, europäische Nachwuchswissenschaftler im Bereich Nanotechnologie auszubilden. Von ihnen sollen innovative Impulse für Forschung und wirtschaftliche Nutzung ausgehen, die Europa im internationalen Wettbewerb stärken.

Die EU stellt in den kommenden vier Jahren rund vier Millionen Euro Fördermittel für «Elena» zur Verfügung. Im Mittelpunkt des Netzwerks stehen zwei hochmoderne Verfahren der Nanotechnologie: die elektronenstrahlinduzierte Abscheidung (Focused Electron Beam Induced Deposition, FEBID) und die Extrem-Ultraviolett-Lithographie (EUVL).

Extrem fein dreidimensional schreiben

Das FEBID-Verfahren arbeitet mit extrem fein fokussierten Elektronenstrahlen. Sie schreiben dreidimensional beliebig geformte Strukturen auf eine Oberfläche, zum Beispiel auf Siliziumscheiben, aus denen Computerchips gefertigt werden.

Das EUVL-Verfahren prägt ebenfalls extrem feine, jedoch zweidimensionale Strukturen auf Oberflächen auf. (eka)

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