×

Ehefrau niedergestochen: Neuneinhalb Jahre Gefängnis

Ehefrau niedergestochen: Neuneinhalb Jahre Gefängnis

Während eines heftigen Streites hat ein Türke in einer Dübendorfer Wohnung seine Frau mit drei Messerstichen in den Oberkörper erheblich verletzt. Nun wurde der Mann wegen versuchter vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von neuneinhalb Jahren verurteilt.

Mittwoch, 01. Februar 2012, 20:49 Uhr

Die Bluttat spielte sich am 1. Mai 2009 in einer Wohnung in Dübendorf ab. Damals stritt sich ein heute 48-jähriger Türke mit seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau herum und griff plötzlich zu einem Messer. Er stach ihr drei Mal in den Oberkörper und fügte ihr damit erhebliche Verletzungen an der Lunge und im Bauchbereich zu. Glücklicherweise kam die Geschädigte mit dem Leben davon. Bereits in Uster für schuldig befunden

Der verhaftete Ehemann musste sich bereits im Mai 2011 zuerst vor dem Bezirksgericht Uster verantworten. Er wurde damals wegen versuchter vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt.

Beide Seiten gingen in die Berufung und trafen sich am letzten Montag vor dem Zürcher Obergericht. Der Prozess fand unter Ausschluss der Oeffentlichkeit und Medien statt.

Tötungsvorsatz bestritten

Am Mittwoch hat das Obergericht in der Form einer Pressemitteilung das Urteil eröffnet. Daraus geht hervor, dass der Beschuldigte jeglichen Tötungsvorsatz vor den Schranken verneinte. Seine Verteidigung ging deshalb nur von einer versuchten schweren Körperverletzung aus und forderte eine massgebliche Strafsenkung. Weiter machte der Angeklagte für den Tatzeitpunkt eine verminderte Schuldfähigkeit geltend und führte aus, dass er mit seiner Tat auf einen Biss seiner Frau im Affekt reagiert habe. Die Verteidigung machte tätige Reue ihres Klienten geltend.

Strafe verschärft

Die Staatsanwaltschaft forderte dagegen eine massive Straferhöhung auf zwölf Jahre Freiheitsentzug. Zum Teil mit Erfolg: So bestätigten die Oberrichter nicht nur den Schuldspruch des Landgerichts wegen vorsätzlicher Tötung, sondern verschärften die Strafe auf neu neuneinhalb Jahre Freiheitsentzug. Abzüglich von 1005 Tagen, die der Mann schon abgesessen hat. Mit dem Entscheid wurde der Täter verpflichtet, der Geschädigten neben einem Schadenersatz von 2020 Franken eine Genugtuung von 35 000 Franken zu bezahlen.

Kommentar schreiben

Kommentar senden