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Alters- und Spitexzentrum über 15 Millionen Franken teurer

Alters- und Spitexzentrum über 15 Millionen Franken teurer

24 Millionen hätte das Bauprojekt Alters- und Spitexzentrum in Dübendorf kosten sollen – gemäss ersten Schätzungen. Jetzt, da die Planung abgeschlossen ist, kostet das Projekt 39,3 Millionen.

Montag, 16. Dezember 2013, 11:18 Uhr

Im Juni 2008 haben die Dübendorfer Stimmberechtigten einem Projektierungskredit von 1,7 Millionen Franken für die Erweiterung des Alters- und Spitexzentrums (ASZ) zugestimmt. Anschliessend wurde eine Baukommission eingesetzt, um ein nutzergerechtes und wirtschaftliches Projekt auszuarbeiten. Dem Stadtrat war es während der gesamten Planungsphase, die sich nun über sieben Jahre erstreckt, wichtig, ein Projekt von dieser finanziellen Grössenordnung und Wichtigkeit seriös aufzubereiten, damit es ausgewogen und breit abgestützt ist, wenn es dem Gemeinderat und dem Souverän zur Abstimmung vorgelegt wird.

Das nun vorliegende Projekt erfülle die Anforderungen an Städtebau, Architektur und die Bedürfnisse der Bewohner sowie des Betriebes. Das ASZ werde um 42 Pflegezimmer erweitert, wobei sämtliche neuen Zimmer für eine mögliche Doppelbelegung ausgelegt sind, heisst es in einer Mitteilung.

Der Neubau werde in die bestehende Bebauung gesetzt, dass einerseits hochwertige und differenzierte Aussenräume entstehen können und andererseits optimale Besonnungsverhältnisse für sämtliche Bauten des Zentrums sichergestellt sind. Im Rahmen der Erweiterung werde die bestehende zentrale Infrastruktur aus den sechziger Jahren vollumfänglich ersetzt.

Auf Bedürfnisse der Bewohner ausgerichtet

In den Obergeschossen des von der Fällandenstrasse abgewandten Haupttrakts sind die zusätzlichen Pflegezimmer auf drei Geschossen mit jeweils 14 Bewohnerzimmern situiert. Jedes Geschoss verfügt über eine grosszügige gegen Süden orientierte Aussenterrasse. Im 1. Obergeschoss liegt der Speisesaal. Dem Speisesaal angegliedert ist die neue Zentralküche. Im Erdgeschoss des Haupttrakts befinden sich Lingerie und Personalgarderoben, im Untergeschoss Lager und Haustechnikanlagen.

Mit dem zweigeschossigen Zwischentrakt an der Fällandenstrasse wird der Haupttrakt mit den bestehenden Gebäuden verbunden. Im Untergeschoss des Zwischentrakts befindet sich die zentrale Anlieferung ab Fällandenstrasse und eine Autoeinstellhalle mit 21 Parkplätzen. Im Erdgeschoss führen die Hauptzugänge von der Fällandenstrasse und vom Garten in einen zweigeschossigen Empfang. Im Erdgeschoss liegen auch die Räumlichkeiten der Spitex und der Aktivierung. Im Obergeschoss des Zwischentrakts sind die Verwaltung und die Cafeteria untergebracht. Mit der vorgesehenen Errichtung im Energiestandard «Minergie-P» und der zur Verfügungstellung von Teilen der Dachflächen an die Glattwerk AG zur Betreibung einer Photovoltaikanlage nehme die Stadt Dübendorf auch ihre Verantwortung als Energiestadt aktiv wahr.

15,3 Millionen teurer als geschätzt

Die Gesamtkosten für das Bauprojekt inklusive Projektierung belaufen sich auf 39,3 Millionen Franken und liegen damit deutlich über den ursprünglich geschätzten Kosten für das Erweiterungsprojekt von 24 Millionen Franken. Die höheren Kosten seien allerdings mit der Ausgestaltung des Raumprogrammes und der Wohnstruktur an zeitgemässe Ansprüche, der Erfüllung von baupolizeilichen und brandschutztechnischen Auflagen sowie der Berücksichtigung der neusten energetischen Erkenntnisse und letztendlich mit der Umsetzung einer überzeugenden Architektur gerechtfertigt.

Das vorgeschlagene Projekt für die Erweiterung des Alters- und Spitexzentrums stelle insgesamt eine ausgezeichnete betriebliche Gesamtlösung dar, ist der Stadtrat überzeugt. Daher hat er das Bauprojekt und den Baukredit von 39,3 Millionen Franken an seiner letzten Sitzung zuhanden der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission sowie des Gemeinderates verabschiedet.

Bei einem ordentlichen Verlauf der Geschäftsprüfung rechnet der Stadtrat mit einer Behandlung der Vorlage im Gemeinderat im Verlaufe des nächsten Frühlings. Der Zeitplan sei darauf ausgerichtet, dass im September 2014 an der Urnenabstimmung über das Projekt und den Kredit abgestimmt werden kann. Der Baubeginn wäre dann im Sommer 2015 und die Inbetriebnahme sowie der Bezug der ersten Etappe ab 2017 vorgesehen.

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