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Kein Strom – warum die Schüler im Dunkeln rechneten

Sek Turbenthal-Wildberg

Kein Strom – warum die Schüler im Dunkeln rechneten

An der Sekundarschule Breiti in Turbenthal-Wildberg wurde im Kerzenschein unterrichtet und in der dunklen Turnhalle Völkerball gespielt. Dieser Schultag wird einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Mike
Gadient
Mittwoch, 18. Januar 2017, 18:18 Uhr Sek Turbenthal-Wildberg

Die Sekundarschule Breiti will sich zu einer klimafreundlichen Schule entwickeln. Deshalb verzichteten Lehrer und Schüler am Mittwoch einen Tag lang auf den Strom. Der zwölfjährigen Maja gefiel die Aktion im Rahmen des Bildungsprojekts «Jede Zelle zählt». Sie erzählt in einer Mitteilung der Schule: «Am Morgen war es eine total andere Stimmung mit den Fackeln und dem Feuer. Es war spannend zu erleben, für was wir alles Strom brauchen.»

Einige Besonderheiten am Schultag ohne Strom:

  • Fackeln weisen auf dem Schulareal den Weg, sonst ist alles dunkel.
  • Die Schiebetür am Haupteingang funktioniert nicht. Die Schüler benutzen ausnahmsweise den Nebeneingang.
  • Die Mathematik-Lektion findet ohne Taschenrechner und im Flackern des Kerzenlichts statt.
  • Eine Laterne erhellt die Turnhalle, und Völkerball wird mit einem leuchtenden Ball gespielt.

Ziel Klimaschule

Im Laufe des Tages wird das Experiment gedanklich weiterentwickelt: Was wäre, wenn der Strom im ganzen Ort ausgefallen wäre? Auf was müsste man alles verzichten? Schulleiter Beat Spaltenstein sagt: «Mit dem Blackout Day wollen wir nicht nur Strom sparen, sondern Schüler und Lehrpersonen für den Umgang mit Ressourcen sensibilisieren. Wir gehen damit konsequent unseren Weg in Richtung Klimaschule.»

Bereits letztes Jahr wurde auf dem Dach der Turnhalle eine Solaranlage realisiert. Das nächste Ziel der Sek Breiti heisst Klimaschule und schliesst auch das Gebäude mit ein. An der Schule soll der interne Energieverbrauch gesenkt werden und der Anteil der erneuerbaren Energiequellen beispielsweise ansteigen. (mig)

 

«Jede Zelle zählt»

Hinter dem Projekt «Jede Zelle zählt» steht der Nonprofit-Verein Myblueplanet in Winterthur. Er unterstützt und begleitet alle interessierten Schulen – vom Solarbildungsprojekt bis zum Klimaschulprogramm. Das Angebot richtet sich primär an Sekundarschulen.

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