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In der Weberei Jucker stehen wieder Maschinen

Für die SRF-Sommerserie «Anno 1914» im Baumer Grünthal wurden regionale Webmaschinen geliefert. Beim Transport gab es einen heiklen Moment, der in Bildern festgehalten wurde.

Mittwoch, 05. März 2014, 11:20 Uhr

Ab dem 1. August zeigt das Schweizer Fernsehen im Baumer Grünthal die Living-History-Serie «Anno 1914». Die Vorbereitungen für das TV-Ereignis laufen auf Hochtouren: Die Webmaschinen-Sammlung Neuthal beförderte bereits Webstühle in die ehemalige Weberei Jucker. Die drei Museumsstücke wiegen je eine Tonne und sind mindestens 100-jährig. Mit Hubstaplern, Lastwagen und Manpower wurden die Webmaschinen während sieben Stunden von Neuthal in die Weberei transportiert. Heikel wurde es erst, als die wertvolle Fracht mittels Millimeterarbeit durch das Fabrikfenster manövriert werden musste. «Da gab es einen Engpass, weil die Fabrik über keinen richtigen Eingang verfügt», erklärt Max Bosshard von der Webmaschinen-Sammlung.

Emotionaler Moment für Fabrikbesitzer

Bosshard hat das Webmaschinenhandwerk während seiner Berufslehre erlernt. Deshalb wurden er und seine Kollegen angefragt, für «Anno 1914» vor der Kamera zu stehen. «Ich weiss noch nicht, ob ich bei der Produktion im Mai während zwei Wochen dabei sein will», sagt der Webereitechniker.

Der Webmaschinentransport war für Hans-Felix Jucker, ehemaliger Besitzer der Weberei, ein emotionaler Moment. «25 Jahre nach der Fabrikschliessung aus wirtschaftlichen Gründen stehen in den Räumlichkeiten wieder Maschinen», hält er im Beitrag von «Schweiz aktuell» am Montag, 3. März 2014, fest.

Die Fabrikantenvilla Weberei Jucker im Grünthal ist der Ausgangspunkt der neuen SRF-Serie «Anno 1914: Das Leben vor hundert Jahren». Die Fernsehkameras wollen dabei die Unterschiede zwischen einer Fabrikanten- und einer Arbeiterfamilie zeigen.

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