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Bietenholzer scheitert am CSI in der Classic

Fuchs verpasst die Krönung

Nur allzu gerne hätte Martin Fuchs an der Derniere des CSI Zürich erstmals die Classic gewonnen. Doch im Weltcupspringen patzten er und Clooney bereits beim vierten Hindernis und beendeten die Prüfung nicht. Dennoch war Fuchs insgesamt der erfolgreichste Reiter des Turniers.

Florian
Bolli
Sonntag, 28. Januar 2018, 18:02 Uhr Bietenholzer scheitert am CSI in der Classic
SWITZERLAND SHOW JUMPING CSI ZURICH
Swiss Martin Fuchs and his horse Clooney clears an obstacle on their way to take the first place of the Longines Grand Prix of show jumping at the Equestrian Mercedes Benz CSI in Zurich, Switzerland, Friday, 26, January 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)
Für einmal enttäuscht: Martin Fuchs mit Clooney. (Bild: Keystone)

Mit Martin Fuchs verpasste die grösste Schweizer Hoffnung die Kurzentscheidung am Weltcupspringen, das den Abschluss des letzten CSI Zürich bildete. Der Sieger des Grand Prix vom Freitagabend war mit Clooney als Favorit gestartet. Das Duo ist derzeit das weltweit erfolgreichste Paar und hatte dies vor zwei Wochen auch mit dem Grosserfolg am CSI Basel bewiesen.

Im Hallenstadion kam der Fehler bereits am vierten Hindernis, einem Bidet-Oxer. Die Distanz stimmte nicht, Clooney touchierte mit einem Vorderbein. Fuchs brach danach den Umgang ab.

Zum vierten Mal erfolgreichster Reiter

Dass er zum insgesamt vierten Mal den Preis des besten Reiters des Turniers gewann, dürfte für Fuchs nur ein schwacher Trost sein. Zu gerne hätte der Bietenholzer die Classic gewinnen und damit in Bezug auf den CSI Zürich die letzte Lücke in seinem Palmares geschlossen.

Fuchs' erfolgreicher Schimmel Clooney erhält nun eine mehrmonatige Pause, um im Sommer wieder zur Höchstform zu finden. An den Weltreiterspielen im September in Tryon in den USA geht es für die Schweizer Equipe neben WM-Medaillen auch bereits um ein Olympia-Ticket für Tokio 2020.

Ein Schweizer auf dem Podest

Pius Schwizer erreichte mit About A Dream den 2. Rang. Der Solothurner büsste im Stechen in der mit 243'000 Franken dotierten Prüfung 1,11 Sekunden auf die überraschende Siegerin Stephanie Holmen aus Schweden ein. Die 27-Jährige im Sattel von Flip's wurde für eine radikale Routenwahl belohnt. Dritter wurde der Franzose Kevin Staut mit Silver.

Steve Guerdat fehlte im Stechen. Die Schweizer Nummer 1 setzte nicht auf eines seiner Top-Pferde, sondern auf die erst zehnjährige Ulysse. Die sprunggewaltige Stute kam etwas zu langsam zum Aussprung aus einer Kombination und touchierte mit der Nachhand. Guerdat wird als einziger Springreiter beim Weltcupfinal Mitte April in Paris starten. Dies zeichnet sich bereits deutlich ab, obwohl noch zwei Qualifikationsprüfungen ausstehen. (sda/zo)

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