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Finanzielle Unterstützung für Projekte in Afrika

Zusammenarbeit in Illnau-Effretikon

Finanzielle Unterstützung für Projekte in Afrika

Die Stadt, die beiden Kirchen und der Verein Solidarbasar unterstützen dieses Jahr Projekte in Afrika, die am Dienstag im Stadthaus vorgestellt wurden. Unter den Hilfsorganisationen, die Geld erhalten, sind auch solche mit Effretiker Wurzeln.

Donnerstag, 01. März 2018, 10:21 Uhr Zusammenarbeit in Illnau-Effretikon

Seit 39 Jahren leisten die Stadt Illnau-Effretikon, die Reformierte Kirchgemeinde Illnau-Effretikon, die Katholische Kirche St. Martin und der Verein Solidarbasar Effretikon finanzielle Beiträge an ausgewählte Projekt in der Zweiten und Dritten Welt. Das sei im Kanton Zürich eine einzigartige Gemeinschaftsarbeit im Zeichen der  Solidarität, heisst es im Flyer zu den aktuellen Projekten, die am Dienstag, 27. Februar, im Stadthaus Effretikon vorgestellt wurden. Auch private Spenden sind willkommen. 

Insgesamt sollen dieses Jahr 170’000 Franken an Hilfsorganisationen gehen, die Projekte in Nigeria, Äthiopien, Kenia, Mali und Burkina Faso umsetzen. Darunter befinden sich auch die Stiftung Green Ethiopia und die NGO Enugu State Union of Switzerland, deren Geschäftsführer Simon Pfister und Bona Anioke in Effretikon leben. 

Die Ausstellung der Entwicklungsprojekte ist noch bis am Freitag, 16. März im Foyer des Stadthauses Effretikon zu sehen. 

Geld für Lateinamerika
Letztes Jahr gingen insgesamt 180’180 Franken an Projekte in Lateinamerika. 55’000 Franken zahlte die Stadt, 50’000 die Reformierte Kirchgemeinde, 30’000 die Katholische Kirchgemeinde, 11’000 der Verein Solidarbasar. Die privaten Spenden beliefen sich auf rund 23’000 Franken.

 

Die diesjährigen Entwicklungsprojekte: 

Äthiopien: Green Ethiopia (45’000 Franken)

Die Stiftung Green Ethiopia setzt sich seit vielen Jahren für die Aufforstung von Wäldern ein, die als langfristige Holz- und Wasserressourcen dienen. Der natürliche Kreislauf von Bäumen, Wäldern, Wasser, Nahrung und  Leben soll erhalten werden. Jugend-, Frauen- und Bauernorganisationen werden sensibilisiert und profitieren vom schonungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen.   Geschäftsleiter der Stiftung ist Simon Pfister aus Effretikon. 
www.greenethiopia.org

 

Nigeria: Enugu State Union of Switzerland (45’000 Franken)

Im Bundesstaat Enugu in Nigeria mangelt es an Kinderspitälern und Geburtskliniken. Dies hat unter anderem eine hohe Kindersterblichkeitsrate zur Folge. Um diesen Missständen entgegen zu wirken, soll von in der Schweiz lebenden Nigerianern aus der Region Enugu eine Kinder- und Geburtsklinik gebaut werden. Darum kümmert sich die NGO Enugu State Union of Switzerland, die vor etwa sieben Jahren gegründet wurde. Ihr Präsident ist der Effretiker Bona Anioke, der seit mehr als 20 Jahren in der Schweiz lebt.
www.enuguunion.ch

 

Kenia: Miva Schweiz (30’000 Franken)

Kinder mit Behinderung und/oder Albinismus sind oft Opfer von Stigmatisierung und Ausgrenzung. In Kenia existieren nur fünf Schulen für solche Kinder. Die Schulwege sind lang und gefährlich. Um trotzdem eine Perspektive und Bildungsqualität zu schaffen, ermöglicht das Projekt der Organisation Miva Schweiz aus Wil (SG), die Beschaffung eines Schulbusses. Die Kinder können so sicher zur Schule gehen. 
www.miva.ch

 

Burkina Faso: Association sourir aux hommes (25’000 Franken)

Vor zehn Jahren eröffnete Natalie Burlet zusammen mit ihrer Mutter und Freundin das Waisenhaus «L’île du Bonheur». Dies, nachdem sie 2005 nach Abschluss ihrer Ausbildung für ein Kinderhilfswerk in Burkina Faso gearbeitet und dabei das Elend von Waisenkindern hautnah erfahren hatte. Ihr Hilfswerk Association sourir aux hommes aus Buchs (ZH) setzt alles daran, das Schicksal dieser Kinder zu verbessern.
www.sourire-aux-hommes.ch

 

Mali: Iamaneh Schweiz (25’000 Franken)

In Mali haben Mädchen und junge Frauen kaum Möglichkeiten, ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Gesundheit zu schützen. Das Projekt der Organisation Iamaneh Schweiz, Basel, richtet sich gegen die immer noch legale und flächendeckende Genitalverstümmelung von Mädchen. Es leistet zielgruppengerechte Aufklärung, unter anderem bei Jugendlichen, lokalen Autoritäten, Beschneiderinnen, Eltern und Grosseltern. Zugleich wird Mädchen und Frauen, die unter Komplikationen der Beschneidung leiden, medizinische Hilfe angeboten.
www.iamaneh.ch

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