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Bald Parkgebühren beim Sportzentrum?

SVP-Gemeinderat Heinrich von Bassewitz befürchtet, dass beim Sportzentrum Effretikon Parkgebühren erhoben werden könnten. Das könne die SVP nicht dulden, sagt er.

Montag, 12. September 2016, 18:59 Uhr
Nicht vorhandene Parkgebühren beim Sportplatz Effretikon werfen bei SVP-Gemeinderat Heinrich von Bassewitz Fragen auf. (Screenshot: Google Maps)

Tariferhöhungen im Sportzen­trum Effretikon beschäftigen Parlamentarier. Erst kürzlich haben Urs Gut (Grüne) und Arie Bruinink (Grüne) eine Interpellation zu den höheren Eintrittspreisen ab dem 15. Oktober eingereicht (wir berichteten).

Nun folgt eine Interpellation von Heinrich von Bassewitz (SVP). Auch ihm stossen die anstehenden Preiserhöhungen sauer auf. «Die SVP duldet keine weite­ren Gebührenerhöhungen auf Kosten der Sportzentrum-Be­sucher.» Vor allem befürchtet von Bassewitz, dass der Stadtrat Parkplatzgebühren erheben könnte. «Das ist schon länger ein Thema», sagt er und ergänzt: «Diese Massnahme war im Sparpaket 17 vorgesehen. Das Parlament strich allerdings die notwendigen finanziellen Mittel für Parkgebührenautomaten aus dem Budget.»

Parkgebühren geplant?

Trotz diesem Parlamentsentscheid traut von Bassewitz der Sache nicht. Deshalb hat er eine Interpellation zum Thema eingereicht. Der SVP-Gemeinderat fragt darin, ob der Stadtrat in eigener Kompetenz Parkgebühren erheben werde und wie viel die Bewirtschaftung der Parkplätze in diesem Fall kosten ­werde.

Ausserdem will er in Erfahrung bringen, ob weitere ­Investitionen zusätzlich zu den Automaten notwendig seien. «Ich will einfach wissen, was ­Sache ist», sagt von Bassewitz.

Dem Effretiker geht es in ­seinem Vorstoss, der von sechs ­weiteren SVP-Gemeinderäten unterzeichnet wurde, nicht nur um Parkplatzgebühren, sondern auch um Vergünstigungen: Er will vom Stadtrat wissen, ob städtische Angestellte weniger Eintritt bezahlen müssten als andere Sportzentrum-Besucher. Von «dieser Bevorzugung» habe ihm jemand erzählt, der für die Stadt arbeite.

«Das wäre nicht korrekt», findet von Bassewitz. «Es ist mir klar, dass viele Firmen ihren Mitarbeitern Vergünstigungen für etwas geben. Die Stadt ist aber nicht in der Privatwirtschaft.» Ausserdem passe das nicht zum Sparprogramm. Aus diesem Grund fragt er, ob der Stadtrat die Streichung dieser Vergünstigung im Zuge des Sparpakets in Betracht ziehe – und wie viel Mindereinnahmen die Stadt wegen der reduzierten Eintrittspreise gehabt habe.

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