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Wahlen Hittnau

Nur die Präsidien sind unumstritten

In Hittnau kann man sich nicht über zu wenige Kandidaten beklagen: Um den Gemeinderat, die Schulpflege und die RPK kommt es zu Kampfwahlen. Ganz anders sieht es für die Kirchenpflege aus.

Janko
Skorup
Freitag, 16. März 2018, 13:32 Uhr Wahlen Hittnau
Reformierte Kirche Hittnau
Es könnte sein, dass die Kirchenpflege zum dritten Mal in Folge ein Mitglied zu wenig hat. (Archivfoto: Heidy Dietiker)

Einer geht und zwei Neue bewerben sich: In Hittnau steht eine Kampfwahl um die sieben Gemeinderatssitze an. Neben den sechs Bisherigen Christoph Hitz (parteilos), Carlo Hächler (FDP), Ralf Krummenacker (SVP), Daniel Meyer (SVP), Claudia Schnyder (parteilos) und Peter Wermelinger (SVP) dürften sich mit Gabriela Dürr (FH) und Claudio ZInsili (FDP) zwei Neue um die Nachfolge des Parteilosen Guido Keller streiten.

Claudio Zinsli (FDP) bringt zwölf Jahre Erfahrung als Mitglied der Schulpflege mit. Vor vier Jahren kandidierte er als deren Präsident, unterlag aber gegen Armin Huber (Forum Hittnau, FH), der heuer erneut fürs Schulpflegepräsidium kandidiert – diesmal ohne Konkurrenz. Zinsli dagegen sieht sich erneut konkurriert: Gabriela Dürr-Martinelli (FH) kandidiert ebenfalls für die Exekutive. Anders als Zinsli bringt sie keinerlei politische Erfahrung mit. Dafür ist sie stark im Vereinsleben verankert.

Hitz' dritte Amtsperiode steht bevor

Als Gemeindepräsident kandidiert Christoph Hitz. Wird er am 15. April gewählt, tritt er seine dritte Amtsperiode als Präsident an, seine vierte insgesamt. Die Chancen dafür sind gross: Hitz ist unbestritten, wie schon vor vier Jahren tritt niemand gegen den Parteilosen an.

>>Alle Hittnauer Kandidaten im Überblick

Hitz sieht einige Aufgaben, auf den Gemeinderat zukommen: Die Projekte «Alter und Jugend» sowie «Gemeindehaus 2.0» und die Alterswohnungen im Luppmenpark. Ausserdem will er den Output der Gruppe Zukunft Hittnau berücksichtigen und er hält die Idee eines Ärztehauses eine Win-win-Situation für Hittnau.

Zehn Kandidaten für sieben Schulpflege-Sitze

Neben dem Gemeinderat zeichnet sich vor allem für die Schulpflege ein spannendes Rennen ab: Für die sieben Sitze gibt es zehn Kandidaten – vier bisherige und sechs neue. Schon vor vier Jahren bewarben sich neun Personen für einen der Sitze.

Schliesslich kommt es auch für die Rechnungsprüfungskommission zu einer Kampfwahl: Es gibt acht Kandidaten für sieben Sitze. Drei Bisherige treten wieder an, darunter auch Stephan Märki (parteilos), der neu RPK-Präsident werden will. Da er keine Konkurrenz zu befürchten hat, dürfte er die Nachfolge von Eugen Stürm (SVP) antreten.

Kirche auf der Suche

Zu wenig Kandidierende gibt es dagegen für die Evangelisch-reformierte Kirchenpflege. Die Kirchegemeinde ist noch auf der Suche nach einem Mitglied für das Ressort Diakonie, Musik und Gottesdienst. «Finden wir niemanden, müssen wir wohl die dritte Legislatur in Folge mit einem Mitglied zu wenig angehen», sagt Präsident Daniel Gautschi, der nicht mehr antritt.

Sei dem tatsächlich so, müsse man sich wohl überlegen, in der Kirchgemeindeordnung nur noch sechs Mitglieder festzuschreiben. «Auch wenn sieben für die anfallenden Aufgaben angenehmer wären», sagt Gautschi.

Unter diesem Link bietet die Zürcher Oberland Medien AG ihrer Leserschaft ein Verzeichnis aller Kandidatinnen und Kandidaten der anstehenden Behördenwahlen. Jede Kandidatur wird später mit der erreichten Stimmenzahl ergänzt. Die Website ist damit die einzige Plattform, auf der am Wahltag sämtliche Resultate der Region abrufbar sind.

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