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Kindergartenschüler können neues Schiff erobern

Kindergartenschüler können neues Schiff erobern

Der Fehraltorfer Daniel Bucher plante für den Kindergarten Tagesstern ein neues Spielschiff. Eltern und lokale Unternehmen haben das Projekt gesponsert. Am Freitag wurde das Schiff aufgestellt.

Kevin
Weber
Montag, 08. Mai 2017, 13:01 Uhr
Eveline Wyss (rechts), die Leiterin der Kindertagesstätte Tagesstern, freut sich über das sechs Meter lange Spielschiff. (Bild: Nicolas Zonvi)

Ein Spielschiff im Garten der Fehraltorfer Kindertagesstätte Tagesstern war schon lange eine Idee der Pädagogischen Leiterin Eveline Wyss. Am Freitag ging ihr Wunsch in Erfüllung: Seit dem hat die Tagesstätte ein 6,5  Meter langes und 2,5 Meter hohes Schiff. Der erste Versuch eines Schiffkaufs via Internetkauf, war ein Fehlschlag, was die Funktion betraf.

«Das Schiff dient uns nun als Blumenbeet», sagt Wyss. Die Leiterin warb weiterhin für ihre Idee bei den Eltern der Kita-Kinder. Erfolgreich. Daniel Bucher, dessen beide Töchter in die Kindertagesstätte Tagesstern gehen, erklärte sich nämlich bereit, den Bau des Spielschiffs zu übernehmen.

Der gelernte Zimmermann ist Geschäftsführer der Spaltenstein Holzbau AG in Bassersdorf. Eveline Wyss war von seinem Vorschlag, ein Spielschiff für die Kita zu planen, begeistert, doch der Tagesstätte fehlten die finanziellen Mittel für den Kauf. So entschied Spaltenstein Holzbau AG, die Planung, die Arbeiten sowie die anfallenden Kosten für die Produktion zu übernehmen und das Spielschiff den Tagesstern-Kindern zu schenken. «Ich tue gerne etwas für das Dorfleben», sagt der 38-jährige Bucher.

Durch Experten geprüft

Das Holzschiff musste allerhand Normen, vor allem im Bereich der Sicherheit, erfüllen. «Die rund fünfzig Kinder der Krippe sollen sich sorglos auf dem Spielplatz austoben können», sagt Bucher. Neben der ganzen Planung und Produktion übernahm das Holzbauunternehmen deshalb auch alle Sicherheitsabklärungen und -prüfungen.

«Das fertige Spielschiff wurde von einem Experten kontrolliert und zertifiziert. Zudem haben wir einen zusätzlichen Fallschutz installiert. Sollte eines der Kinder herunterfallen, landet es im sogenannten Fallschutzkies», erklärt Bucher. All diese zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen führten zu höheren Kosten und neben der Holzbau-Firma brauchte es deshalb weitere Gönner.

Erfolgreiche Sponsorensuche

Bucher machte sich auf Sponsorensuche. Der Fehraltorfer ist im Dorf aufgewachsen und Mitglied  des Turnvereins. «Das war sicherlich hilfreich. Die Leute spenden gerne für Projekte, die Kinder betreffen», meint er. Eltern der Tagesstern-Kinder sowie lokale Unternehmen und Stiftungen unterstützten das Projekt tatkräftig.

Das Gartencenter Waffenschmidt aus Russikon übernahm und sponserte beispielsweise die Aushub- sowie Umgebungsarbeiten rund um das Spielschiff. Ernst Schütz Kies + Beton AG aus Fehraltorf nahm das alte Material zurück und lieferte «zu einem fairen Preis» neuen Kies an. Zudem flossen Geldbeiträge vom Rotary Club Illnau-Effretikon, von der Walter-Bachofner-Stiftung aus Fehraltorf sowie vom Gemeinnützigen Verein des Bezirks Pfäffikon, Sektion Fehraltorf zugunsten des Projekts.

Schiff als Lehrlingsprojekt

Um die Produktionskosten zu reduzieren, übernahmen zwei Auszubildende in einem Lehrlingsprojekt die Arbeiten am Spielschiff. Sie arbeiteten etwa drei Wochen am Holzschiff. Die Gesamtkosten für das Spielschiff betragen rund 30’000 Franken. «Durch Materialsponsoring, sehr guten Einkaufskonditionen sowie dank der Arbeitsausführung durch Lehrlinge konnten die Kosten massiv gesenkt werden», sagt Bucher. Nach gut einem Jahr Planungs- und Bauzeit konnte das neue Holzschiff nun am Freitag in Fehraltorf aufgestellt werden. Dafür rollte ein Lastwagen mit Kran beim Schulhaus Heiget an, der das sechseinhalb Meter lange und zweieinhalb Meter hohe Schiff von Bassersdorf nach Fehraltorf transportiert hatte.

Das Spielschiff war für Bucher ein Pilotprojekt. «Spielplatzgeräte sind normalerweise nicht unser Kerngeschäft», sagt er. Das Spielschiff besteht aus robustem, heimischem Douglasien-Holz. Damit sei dem Schiff eine Lebensdauer von zehn bis fünfzehn Jahren garantiert, so Bucher.

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