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Autos auf Heufeld verärgern Landwirt

Autos auf Heufeld verärgern Landwirt

Ueli Bachofner ist genervt. Am letzten Samstag parkierten die Besucher am Längg-Turnier ihre Autos genau dort, wo der Landwirt zuvor geheut hatte.

Mittwoch, 04. Juli 2018, 13:22 Uhr

Schon zum 38. Mal organisierte der Verein Tschuttiwiese Längg am letzten Wochenende ihr Schülerturnier. Bereits zum zweiten Mal in Folge mussten die Illnauer ins Exil. Wegen Bauarbeiten war der Platz beim Schulhaus Hagen noch nicht bespielbar. Deshalb wichen die Organisatoren auf den Sportplatz Hüttenwis neben der Fehraltorfer Pferderennbahn Barmatt aus. (wir berichteten)

Leider kam es bei der Organisation zwischen dem FC Fehraltorf und dem OK des Längg-Turniers zu einem Missverständnis. Beide Parteien gingen davon aus, dass sich die andere Seite um die Parkplatzsituation kümmern würde. Da von beiden Seiten aus nichts geschah, parkierten die Besucher auf der nächstliegenden Wiese von Bauer Ueli Bachofner.

«Dieser Kommunikationsfehler ist im Nachhinein natürlich als unglücklich zu werten, doch wir standen bereits in Kontakt mit der Familie Bachofner und haben uns förmlich entschuldigt», sagt Kurt Glaus, der Präsident des FC Fehraltorf. Bei einem künftigen Anlass würde man sich künftig direkt an den Landwirt wenden. Zudem räumte Kurt Glaus gegenüber dem Bauern grosses Verständnis ein: «Ich konnte die Aufregung von Ueli Bachofner gut verstehen und hätte es noch geregnet, wäre tatsächlich ein noch erheblicher Schaden entstanden.»

Es ging ums Prinzip

Carmela Baechler, die Organisatorin des Turniers, äusserte sich im Nachhinein ähnlich: «Uns ist nur dieser Fehler in der Kommunikation unterlaufen. Mittlerweile haben wir mit Ueli Bachofner aber alles geklärt.» Das Längg-Turnier sei ein gelungener Anlass gewesen und es wäre aus der Sicht von allen Parteien schädlich, das kleine Fussballfest das jährlich stattfindet, in ein schlechtes Licht zu rücken. «Am Ende ist es in der Zeit der vielen Kommunikationsmittel eben nach wie vor nötig, dass man auch persönlich miteinander redet und das haben wir nun getan», sagt Baechler.

Verständnis auf Facebook

Ein Facebooknutzer kommentierte: «Ein riesen Kompliment an Ueli Bachofner dafür, dass er nicht umgehend die Polizei gerufen hat oder an den Autos etwas gemacht hat.» Ein anderer Nutzer spricht von einer Frechheit seitens des Fussballclubs. Andere wiederum ergriffen Partei für den Bauern. Andere Landwirte würden für einen Grossparkplatz auf einer ihrer Wiesen 15‘000 Franken verlangen und müssten im Fall einer Regenschauer mit grossen finanziellen Einbussen rechnen.

Ebenso wurde die Zurückhaltung von Pächter Ueli Bachofner gelobt, da er seine Empörung lediglich über das Internet kund tat. Schliesslich hätte eine angeordnete Räumung der Wiese zu einem langen Unterbruch des Turniers führen können. Beim nächsten Turnier solle man den Bauern aus Gründen der Höflichkeit einfach fragen. Zukünftig wird das auch geschehen. Zur Lage wollte der Landwirt nicht weiter Stellung beziehen. Die Sache sei für ihn erledigt. Am Ende konnten sich die drei Parteien friedlich einigen.    

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