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Hallenbad-Sanierung: jetzt wird es konkret

Gemeindeversammlung Bauma

Hallenbad-Sanierung: jetzt wird es konkret

Im September sagten die Baumer an der Urne mit über 80 Prozent Ja zur Sanierung ihres Hallenbads. Nun müssen sie den Entscheid bekräftigen. Am Montag stimmen sie an der Gemeindeversammlung über den Projektierungskredit und eine Vorfinanzierung ab.

Donnerstag, 14. Juni 2018, 23:30 Uhr Gemeindeversammlung Bauma
Bei der Gemeindeversammlung am Montag, 18. Juni soll die geplante Hallenbadsanierung eine wichtige Hürde nehmen. (Archivbild: Seraina Boner)

Es ist ein wichtiger Entscheid, den die Baumer Stimmbürger bei der Gemeindeversammlungen am nächsten Montag fällen werden. Neben der Jahresrechnung 2017 und drei anderen Geschäften ist nämlich die erste Entscheidung über die Finanzierung der Hallenbadsanierung traktandiert. Im Grundsatz hatten die Baumer dem Projekt bereits im letzten September an der Urne zugestimmt. Jetzt geht es um den Projektierungskredit und die Genehmigung einer Vorfinanzierung. 


690’000 Franken für Planung


Seit der Abstimmung im Herbst habe der Gemeinderat verschiedene Abklärungen machen lassen, sagt Sozialvorsteherin Heidi Weiss (EVP), die das Projekt leitet. «Wir haben einen Architekten beigezogen, um ermitteln zu können, welchen Betrag wir für die Projektierung brauchen.» Der nun beantragte Projektierungskredit hat eine Höhe von 690’000 Franken. 

«Der Lotteriefonds des Kantons wird sich voraussichtlich mit mindestens einer Million beteiligen.»

Sozialvorsteherin, Heidi Weiss (EVP)


Damit wird die Grundlage geschaffen für die anschliessende Abstimmung über das konkrete Projekt und den eigentlichen Baukredit. Dessen Höhe wird gemäss aktueller Kostenschätzung 9,6 Millionen Franken betragen. «Der Lotteriefonds des Kantons wird sich voraussichtlich mit mindestens einer Million beteiligen, was den Nettobetrag reduzieren wird», sagt Weiss. Diese Zahlen seien aber nicht definitiv. «Denn die aktuelle Kostenschätzung hat eine Genauigkeit von 25 Prozent.» Mit der weiteren Planung wird sich das Bild präzisieren. «Zum Zeitpunkt der Abstimmung über den Baukredit, die im Sommer 2020 stattfinden soll, wird die Genauigkeit der Kostenschätzung bei 10 Prozent liegen», so Weiss. 

Hallenbad Bauma

Das Hallenbad Bauma ist in die Jahre gekommen und muss dringend saniert werden. (Archivbild: Susanne Bucher)


Vorfinanzierung einrichten


Damit dieses Grossprojekt den Finanzhaushalt der Gemeinde nicht zu stark belastet, beabsichtigt der Gemeinderat eine sogenannte Vorfinanzierung von maximal 4 Millionen Franken einzurichten. Stimmen die Baumer diesem Vorhaben zu, darf die Gemeinde künftig höhere Steuern erheben, um einen finanziellen «Vorrat» anzulegen. Mit dieser Spezialfinanzierung kann die Rechnung entlastet werden, da sie einen Teil der grossen Investitionen abdeckt und somit die Abschreibungen in den Jahren nach der Wiederinbetriebnahme des Bads deutlich tiefer ausfallen. «Ein Ja zur Vorfinanzierung ist aber noch kein Freipass an den Gemeinderat für eine Steuererhöhung über die nächsten Jahre», sagt Weiss. «Die Höhe der jährlichen Einlage in die Hallenbad-Vorfinanzierung sowie der entsprechende Steuersatz, werden jedes Jahr zusammen mit dem Voranschlag neu bewilligt.»

 
Steuererhöhung ist nötig


Soll das Ziel von vier Millionen Franken bis zur Inbetriebnahme des sanierten Hallenbads erreicht werden, sei mit einer Erhöhung des Steuerfusses um drei bis vier Prozent ab nächstem Jahr zu rechnen. «Darüber, dass zur Finanzierung des Projekts eine Steuererhöhung in dieser Grössenordnung nötig wird, haben wir bereits vor der Grundsatzabstimmung im vergangenen Herbst informiert», sagt Weiss. Darum erwarte sie nicht, dass dieses Thema jetzt noch einmal für Diskussionen sorgen wird. «Ich hoffe dennoch, dass möglichst viele Befürworter der Hallenbadsanierung an die Gemeindeversammlung kommen und mit ihrer Stimme die nächste Phase des Projekts mittragen.» 


Die Gemeindeversammlung findet am Montag, 18. Juni, um 20 Uhr im Gasthaus zur Tanne statt. Neben der Hallenbadfinanzierung sind die Jahresrechnung 2017, eine Aufstockung im Stellenplan der Schulsozialarbeit, sowie der Verzicht auf eine Neubewertung des Verwaltungsvermögens und die Festlegung eines mittelfristigen Ausgleichs im Hinblick auf die Einführung des neuen Rechnungsmodells HRM2 traktandiert

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