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Wetziker Lernschwimmbecken soll saniert werden

Asbest im Baukörper

Wetziker Lernschwimmbecken soll saniert werden

Beim Lernschwimmbecken im Wetziker Schulhaus Feld steht 60 Jahre nach dessen Bau die erste grosse Sanierung an. Der Stadtrat hat dafür einen Planungskredit bewilligt.

Andreas
Kurz
Samstag, 21. Juli 2018, 08:14 Uhr Asbest im Baukörper
Seit sechs Jahrzehnten lernen Wetziker Kinder im Becken des Schulhaus Feld Schwimmen - hier eine Aufnahme aus dem Jahr 1967. (Archivfoto: Wetzipedia)

In ihm haben Generationen von Wetzikern die ersten Schwimmzüge erlernt: Das 1958 erstellte, knapp 17 Meter lange Lernschwimmbecken beim Schulhaus Feld. Bis heute wird das Becken mit absenkbarem Boden hauptsächlich von der Primarschule im Rahmen des Schulschwimmens benutzt. Abends steht es Vereinen zur Verfügung.

Auf den ersten Blick vermittle die Anlage optisch einen guten Eindruck, schreibt der Wetziker Stadtrat in einem Beschluss. Bei der näheren Betrachtung der einzelnen Anlageteile seien jedoch deutliche Alterserscheinungen erkennbar. Weil gewisse Ersatzteile fehlten drohten zudem längere Ausfälle.

Da das Fach Schwimmen obligatorisch ist, sei es unabdingbar, dass das Lernschwimmbecken saniert werde und der Schule damit auch in Zukunft zur Verfügung stehe, findet die Primarschulpflege. Dieser Meinung ist auch der Stadtrat: Das Becken müsse weiterhin uneingeschränkt genutzt werden können. Laut Stadtrat handelt es sich um die erste grosszyklische Sanierung des Bades. Sämtliche technischen Anlagen sowie die Sicherheitseinrichtungen entsprächen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik und müssten ersetzt werden.

Umfassende Mängelliste

Vergangenes Jahr verfasste ein spezialisiertes Ingenieurbüro einen umfangreichen Bericht über den Zustand der Technik und des Baus. Die Mängelliste ist umfassend. Einige der Befunde: Das Schwimmbecken ist undicht, weshalb sich in der darunterliegenden Technikbereich Wasser ansammelt. Die Fliesen und Fugen in der Schwimmhalle und im Becken sind teilweise beschädigt und abgenutzt. Eine stichprobenartige Schadstoffanalyse habe zudem auf Asbest im Baukörper hingewiesen. Der Asbest liege allerdings «festgebunden» vor und stelle deshalb keine unmittelbare Gefährdung dar, so der Stadtrat.

Das Schwimmbecken wird hauptsächlich von der Primarschule benutzt. (Archivfoto: Wetzipedia)

Weiter entspreche die Fensterfront nicht mehr den heutigen energetischen Anforderungen und die Sanitäranlagen wiesen einen höchst unterschiedlichen Zustand auf, da teils Komponenten mit minderwertiger Qualität installiert worden seien. Eine Sicherheitsbeleuchtung fehle gänzlich und soll nachgerüstet werden.

1,5 Millionen eingeplant

Als erster Schritt hat der Stadtrat nun einen Planungskredit von 170’000 Franken für die Ausarbeitung eines Baukredits bewilligt. Der Antrag soll dem Stadtrat noch dieses Jahr unterbreitet werden. Stimmt der Stadtrat dem Kredit zu, muss er anschliessend auch vom Parlament abgesegnet werden.

Für die Sanierung rechnet man offenbar mit Kosten von rund 1,5 Millionen Franken. Dieser Betrag ist im Finanzplan fürs Jahr 2019 für die Sanierungsarbeiten eingestellt. Wenn Stadtrat und Parlament dem Kredit zustimmen, sollen die Arbeiten am Lernschwimmbecken bereits nächstes Jahr erfolgen.

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