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Wetziker Feuerwehr rettet Katze das Leben

In Kippfenster eingeklemmt

Wetziker Feuerwehr rettet Katze das Leben

Am Samstagabend befreite die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben eine Katze, welche in einem gekippten Fenster eingeklemmt war. Nur selten könne man solche Tiere noch lebend retten, sagt die Feuerwehr.

Andreas
Kurz
Montag, 25. Juni 2018, 16:00 Uhr In Kippfenster eingeklemmt
Die Katze versuchte aus dem ersten Stock ins Freie zu gelangen. (Foto: Feuerwehr Wetzikon-Seegräben)

Am Samstagabend um 19 Uhr wurde die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben alarmiert, weil in einem gekippten Fenster eine Katze eingeklemmt war. Wie die Feuerwehr mitteilt, versuchte das Tier aus der Wohnung im ersten Stock ins Freie zu gelangen. Die Bewohner waren zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend.
 
Die ausgerückten Einsatzkräfte stiegen mit einer Leiter zu Katze hoch und befreiten sie aus ihrer lebensbedrohlichen Situation. Das Tier wurde anschliessend mit unbekannten Verletzungen dem Tierrettungsdienst übergeben. Dieser brachte die Katze für weitere Abklärungen ins Tierspital Zürich.
 
Die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben rücke immer wieder zu solchen Tierrettungen aus, heisst es in der Mitteilung weiter. Oft komme jedoch jede Hilfe zu spät für die Katze. «Gekippte Fenster sind für Katzen eine Todesfalle», sagt Kommandant René Ehrenmann. «Nur selten kann die Feuerwehr solche Katzen noch lebend retten.»

Drei weitere Einsätze

Am Samstag rückte die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben noch zu drei weiteren Einsätzen aus. Am Samstagvormittag wurde eine Brandmeldeanlage ausgelöst. Um 16 Uhr löste eine Rauchentwicklung im Zentrum Oberwetzikon einen Feuerwehr-Einsatz aus.

Glücklicherweise habe sich gezeigt, dass der Rauch aus einem Kamin stammte, weswegen die Feuerwehr rasch Entwarnung geben konnte. Nach der Katzenrettung rückten die Einsatzkräfte zu einer Gewässerverschmutzung aus - der zweiten innert Wochenfrist.

Kippfenster-Syndrom

Für das Phänomen, dass Katzen in gekippten Fenstern eingeklemmt werden gibt es einen eigenen Begriff: das Kippfenster-Syndrom. Bei dem Versuch, durch den Spalt eines angekippten Fensters zu schlüpfen, bleiben die Tiere oft stecken. Durch Befreiungsversuche rutschen sie immer weiter nach unten. Dadurch kommt es zur Unterbrechung der Blutversorgung an der Druckstelle.

Die Folgen sind bei einem längeren Festhängen schwere neurologische Schäden im Bereich der hinteren Gliedmassen. Als Spätfolge kann es zur Ausbildung von Embolien kommen. Werden die Tiere nicht rasch befreit, sterben sie. zo

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