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FDP-Gössi: «Eigene Positionierung kommt zuerst»

FDP-Präsidentin in Wetzikon

FDP-Gössi: «Eigene Positionierung kommt zuerst»

FDP-Präsidentin Petra Gössi war der Farbtupfer an der Mitgliederversammlung der FDP-Lokalpartei Wetzikon. Die Schwyzer Nationalrätin plädierte für Eigenverantwortung der Bürger.

Marcel
Vollenweider
Mittwoch, 18. April 2018, 10:00 Uhr FDP-Präsidentin in Wetzikon

Die FDP-Lokalpartei Wetzikon hatte an ihrer Versammlung in der Wetziker Schaub Maler AG vom Dienstag hohen Besuch. Die Schwyzer Nationalrätin und Präsidentin der FDP Schweiz, Petra Gössi, bewegte sich in ihrem Referat durch die politische Agenda der Partei. Zu Beginn stellte sie indes Menschen ins Zentrum. Es gelte, Personen zu mobilisieren, die gewillt seien, das liberale Gedankengut erstens zu leben und in grössere Kreise hinauszutragen.

«Wir benötigen Leute, die Freude daran haben, auf die Strasse zu gehen oder auch den Stammtisch aufzusuchen», betonte die Rednerin. Es gelte, die Eigenverantwortung der Menschen zu wecken, denn erst dies fördere den Gemeinsinn. «So muss auch der Staat viel weniger regulieren», meinte sie.

«Zusammenarbeit funktioniert  auch mit der SVP»

Petra Gössi kommentierte die bevorstehenden politischen Herausforderungen im Bereich der Europapolitik, aber auch bei landesweit brisanten Themen wie der Steuervorlage, der Altersvorsorge oder der Zuwanderung. Es gelte, bisweilen Zugeständnisse  zu machen, um auch wirklich Resultate zu erzielen, führte sie aus.

Auf die Frage eines Votanten, wie sie denn die Zusammenarbeit mit Exponenten aus anderen Parteien erlebe, entgegnete Gössi: «An erster Stelle steht die eigene Positionierung. Doch dann müssen wir Mehrheiten finden.» Wichtig sei dann weniger, wie und mit wem, sondern dass sie gefunden würden.

Entgegen dem Eindruck, der bisweilen in den Medien vermittelt werde, funktioniere die Zusammenarbeit in den Kommissionen, auch mit SVP-Vertretern, hervorragend. «Da gibt es, auch bei unterschiedlicher Betrachtung, absolut keine Berührungsängste», sagte sie. Alle politischen Mandatsträger müssten sich auf der Suche nach Lösungsansätzen bewegen und allenfalls starre Positionen aufgeben. Gössi schloss mit der Aussage, sie wolle sich dafür einsetzen, dass die FDP ein klares Profil hat.

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