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Doch noch ein Fernwärmenetz für Wetzikon?

Stephan A. Mathez will nochmals einen Versuch für eine Fernwärmenutzung in Wetzikon starten. In einer Initiative verlangt er allerdings, was der Gemeinderat eigentlich bereits verworfen hat.

Samstag, 09. November 2013, 14:49 Uhr

Die Einzelinitiative von Stephan A. Mathez, Grüne Wetzikon, verlangt, dass die momentan verpuffte Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage in Hinwil in Zukunft zu Heizzwecken in Wetzikon verwendet wird. Die Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (Kezo) produziert pro Jahr 685'000 Megawattstunden Energie, womit Wetzikon vier- mal komplett mit Wärme versorgt werden könnte. Finanziell machbar

Das Begehren verlangt, dass für Wetzikon ein Fernwärmenetz erstellt wird und die Gebäude ans Wärmenetz angeschlossen werden. Da der Kanton Zürich solche Vorhaben stark fördere, müsste Wetzikon nur einen Teil der Initialkosten des Projektes vorfinanzieren, argumentiert Mathez. Der Betrieb des Netzes könne dank tiefer Wärmebezugskosten ab Kezo selbsttragend realisiert werden, wie eine im Dezember 2012 zuhanden des Gemeinderates erstellte Studie aufzeige.

Mittel- und langfristig werde der an die Gemeinde zurückfliessende Gewinn diese Investition refinanzieren. Zudem dürfe Wetzikon über Jahrzehnte auf stabile Wärmepreise zählen. Ausserdem könnte die Gemeinde mit der Fernwärmenutzung einen grossen Schritt in Richtung 2000-Watt-Gesllschaft machen.

Gemeinderat hat bereits abgelehnt

In einem Grundsatzentscheid hat sich der Wetziker Gemeinderat allerdings bereits im April 2013 gegen ein Fernwärmenetz ausgesprochen (wir berichteten). Technisch wäre es zwar technisch kein Problem, die Kosten wären ebenfalls zu schultern. Doch nach Ansicht des Gemeinderats gibt es unüberwindbare Hindernisse, etwa die Konkurrenz zum bestehenden Gasleitungsnetz oder die zunehmend bessere Isolierung der Gebäude. Ein kleineres Projekt um die Ara werde hingegen weiterverfolgt, sagte Energievorstand Hanspeter Bosshard damals.

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