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Lesermeinung

Die Wetziker Flamme geht an... – Züriost-Leser sind sich einig

Am Donnerstagabend findet die vierte Preisverleihung der Wetziker Flamme statt. Die Züriost-Leser sind sich einig, wer von den sechs Nominierten den Preis am meisten verdient hat.

Eva
Kamber
Mittwoch, 14. September 2016, 14:21 Uhr Lesermeinung

Am Donnerstagabend wird mit der Wetziker Flamme ein Verein und ein Funktionär für die überdurchschnittliche Arbeit und das Engagement ausgezeichnet. Die Stadt Wetzikon und der Verband Wetziker Ortsvereine (VWO) verleihen alle zwei Jahre diesen Vereins- und Funktionärspreis.

Leser haben klare Favoriten

Züriost hat die Leser gefragt (den Artikel finden Sie hier), wem von den sechs Nominierten sie den Preis am meisten gönnen würden – und sie sind sich einig. Wenn es nach den Lesern geht, würde der Gewinner des Vereinspreises klar der Verein Rollstuhlbus Zürcher Oberland sein. Den Funktionärspreis soll «Steno» Bosshard vom FC Wetzikon erhalten.

Wem würden Sie Ihre Stimme geben? Stärken Sie die beiden Erstplatzierten oder finden Sie, jemand anderes hat den Preis mehr verdient? Stimmen Sie am Ende des Artikels ab!

 

«Flamme»-Kandidaten auf dem Prüfstand

Ferrari: «Helfen, dass es optimaler zu und her geht»

Wieso setzen Sie sich in Ihrer Freizeit ein?

Raffaele Ferrari: Ich bin nicht der Sporttyp, der einem Fussball nachrennt. Deshalb setze ich meine Energie für sozial tätige Vereine zur Verfügung. Es geht mir darum, das, was ich im Job oder im Militär gelernt habe, weiter­zugeben, dass es in gewissen Abläufen optimaler zu und her geht.

In welchen Momenten spüren Sie, dass sich der Einsatz lohnt?

Wenn ein Anlass ein Problem hat, die Leute zu mir kommen, ich das Problem lösen kann und sie zufrieden weiterarbeiten können.

Wie viele Stunden leisten Sie monatlich?

Durchschnittlich 20 Stunden. Es variiert aber. Zeitraubend sind die grossen Anlässe des VWO, das Stadtfest, die offeni Wiehnacht und das Jassturnier.

Dass es immer schwieriger wird, Leute für Freiwilligenarbeit zu begeistern, ist für mich …

... schon ein wenig tragisch. Man will heute konsumieren, geniessen, empfangen, anstatt auch einmal etwas zu geben.

Wem würden Sie selbst einen Preis überreichen?

Da kommt mir spontan mein Kollege Christian Jäger in den Sinn. Er ist Kursleiter im Samariterverein, bei der Cevi dabei und in der Kirchenpflege. Er ist wie ich einer, der eher im Hintergrund wirkt.

* Raffaele Ferrari ist Aktuar des Verbands Wetziker Ortsvereine.

 

Bosshard: «Ich will etwas zurückgeben»

Wieso setzen Sie sich in Ihrer Freizeit ein?

Stefan «Steno» Bosshard: Weil ich Freude am Fussball habe und etwas zurückgeben will. Ich habe sechs Jahre lang im FC Wetzikon als Junior gespielt, mein inzwischen erwachsener Sohn ebenfalls. In meiner Aktivzeit war ich linker Flügel.

In welchen Momenten spüren Sie, dass sich der Einsatz lohnt?

Wenn ich sehe, dass die Kinder Spass haben am Tschutten. Oder wenn ich Leute wieder treffe, die ich vor 20 Jahren trainiert habe und sie sich mit Freude an die gemeinsame Zeit zurückerinnern.

Wie viele Stunden leisten Sie monatlich?

Ich bin neben meiner beruflichen Tätigkeit beim Sauber-Team fast täglich auf dem Platz. Das sind wöchentlich im ­Minimum 10 Stunden.

Dass es immer schwieriger wird, Leute für Freiwilligenarbeit zu begeistern, ist für mich …

... nicht erstaunlich. Viele Leute fangen an, aber unterschätzen den enormen Zeitaufwand.

Wem würden Sie selbst einen Preis überreichen?

Meiner lieben Frau. Ohne sie ginge es nicht. Sie nimmt mir vieles ab und lässt mir auch die Freiheit, mich im Verein zu engagieren.

*Stefan Bosshard ist beim FC Wetzikon seit 25 Jahren in verschiedenen Funktionen im Juniorenbereich tätig.

 

Meier: «Davon lebt unsere Gesellschaft»

Wieso setzen Sie sich in Ihrer Freizeit ein?

Beat Meier: Weil es für uns nötig ist. Unsere Gesellschaft lebt davon, dass sich Leute engagieren. Ich mache es auch gerne, das Nicht-zu-Müssen ist ein guter Ausgleich zum Arbeitsleben.

In welchen Momenten spüren Sie, dass sich der Einsatz lohnt?

Bei einer erfolgreichen Veranstaltung, aber auch wenn die Teamarbeit funktioniert, wenn jeder seinen Teil zum Gelingen beiträgt und wir am Schluss etwas Gutes und Erfolgreiches auf die Beine stellen.

Wie viele Stunden leisten Sie monatlich?

Es ist sehr unterschiedlich, aber übers Ganze gerechnet sind es ungefähr 20 Stunden.

Dass es immer schwieriger wird, Leute für Freiwilligenarbeit zu begeistern, ist für mich …

... symptomatisch für unsere Zeit, wo sich jeder in erster Linie auf das eigene Wohlbefinden konzentriert, wo die Leute aufs Handy starren und sich nur noch mit sich selbst beschäftigen. Es ist eine Herausforderung, mit diesen Veränderungen so zu umzugehen, dass es für unsere Gesellschaft immer noch stimmt.

Wem würden Sie selbst einen Preis überreichen?

Meiner Partnerin und Privatberaterin, weil sie mich so gut begleitet, wenn ich einmal Probleme habe.

*Beat Meier ist Vizepräsident von Wetzikontakt.

 

Für den mit 2500 Franken dotierten Vereinspreis sind folgende Vereine nominiert:

 

Für den mit 1000 Franken dotierten Funktionärspreis sind folgende Personen nominiert:

 

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