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Chor sieht Existenz bedroht

Der Madrigalchor fühlt sich durch die Ausladung aus der Gossauer Kirche brüskiert. Der Ausfall der Konzerteinnahmen treffe den Chor hart.

Mittwoch, 16. April 2014, 20:41 Uhr

Zum ersten Mal seit Jahren wird der Madrigalchor Wetzikon an diesem Karfreitag nicht in der reformierten Kirche Gossau singen. Die Kirchenpflege hat den Chor ausgeladen. Die Chor-Verantwortlichen haben den ­Bescheid schon vor Monaten ­erhalten, aber erst jetzt zeigt sich, dass die Ausladung den Chor in seiner Existenz bedroht. Defizit eingefahren

Als Ersatz sang der Chor vor einigen Wochen in der reformierten Kirche Wetzikon. Das Konzert war schlecht besucht, und der Chor fuhr ein sattes Defizit ein. Dies ist umso problematischer, weil das Karfreitagskonzert bisher die wichtigste Einnahmenquelle des Chors war.

«Das ist für uns eine existenzielle Frage», sagt Toni Merz, der als Kassier des Chors amtet. Sollte sich das Szenario im kommenden Jahr wiederholen, drohe der «Todesstoss». Merz kann nicht verstehen, weshalb die Kirchenpflege so entschieden hat. Er spricht von Willkür und einem Stück Kultur, das sterben müsse.

Die Gossauer Kirchenpflege gibt als Grund für die Ausladung die starke Auslastung der Kirche an, vor allem in der Karwoche. Sie schreibt, ein grosses Konzert am Karfreitag sei «mit allem, was damit zusammenhängt, von unseren Ressourcen her nicht zu bewältigen und ist mit den übrigen kirchlichen Anlässen unvereinbar».

Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Donnerstag, 17. April 2014.

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