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Baurekursgericht entscheidet: Hiag-Baubewilligung ungültig

Baurekursgericht entscheidet: Hiag-Baubewilligung ungültig

Das kantonale Baurekursgericht hat die Einsprachen gegen das Projekt der Hiag in der Schönau gutgeheissen. Das Gericht rügt schwere Versäumnisse der Behörden.

Donnerstag, 11. September 2014, 06:51 Uhr

Seit Jahren dauert das Seilziehen um die geplanten Neubauten des Arealentwickler Hiag in der Schönau. Nun hat das Bauerkursgericht ein wegweisendes Urteil gefällt: die Baubewilligung, die Stadt und Kanton für den Bau von zwei Wohnblöcken erteilt haben, ist ungültig. Das Gericht begründet seinen Entscheid mit zwei Argumenten. Erstens ist die Hiag nicht im Besitz der Wegrechte für das gesamte Areal. Dies alleine würde ausreichen, um die Bewilligung für nichtig zu erklären. Hinzu kommt zweitens der gewichtige Vorwurf an die Bewilligungsbehörden, dem Schutzgedanken zu wenig Rechnung getragen zu haben.

Bisher war von keiner Seite bestritten, dass die Denkmalpflege das Projekt positiv beurteilt. Nun zeigt sich, dass es sich dabei nicht um eine fundierte Aussage handelte. Denn entscheidend wäre eine Beurteilung durch die kantonale Denkmalpflegekommission gewesen. Diese beizuziehen unterliess die Baudirektion jedoch.

Auch der alte Wetziker Gemeinderat wird im Urteil hart kritisiert. Die Behörde habe es unterlassen, eine Einordnung des Bauprojekts in der Umgebung der historischen Fabrik vorzunehmen. Bereits beim Architekturwettbewerb habe man den Schutzgedanken vernachlässigt. Der Stadtrat zeigt sich ob des Urteils «erstaunt». Die Hiag ist ebenfalls konsterniert. Die Firma will das Urteil weiterziehen.

Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom Donnerstag, 11. September.

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